Gewohnheitsdieb vor GerichtMann wollte mit präpariertem Mantel Zigaretten stehlen

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Siegburg/Hennef – Sieben Vorstrafen wegen Diebstahls hat ein 41-Jähriger in der Vergangenheit bereits kassiert, nun stand er wegen einer vergleichbaren Tat erneut vor dem Amtsgericht. Der Mann aus dem Ruhrgebiet hatte laut Anklage an der Kasse eines Discounters in Hennef mehrere Stangen Zigaretten in einen für diese Zwecke präparierten langen Mantel eingesackt. „Das Futter war geöffnet, die Beute steckte im Saum“, schilderte der Ladendetektiv im Zeugenstand.
Insgesamt 57 Päckchen im Wert von 460 Euro konnten sichergestellt werden. Die beiden Komplizen des Angeklagten allerdings waren bereits auf und davon.
Ein Mann wurde allerdings von Polizisten, die an diesem Abend im Januar 2020 zufällig in der Nähe waren, über die Gleise verfolgt und nach einer Kletterpartie über einen Sichtschutzzaun in einer angrenzenden Kleingartenanlage unter einem Busch entdeckt und vorläufig festgenommen.
Gericht konnte Komplizen die Beteiligung nicht nachweisen
Er saß nun als zweiter Angeklagter im Prozess. Ob der Mann, der ebenfalls im Ruhrgebiet seinen Wohnsitz hat, an der Tat beteiligt war, konnte das Gericht indes nicht nachweisen. Von der einzigen Zeugin des Diebstahls, einer Kundin, die ihn vielleicht hätte identifizieren können, hatte die Polizei am Tattag nicht die Personalien festgestellt. So musste Richter Hauke Rudat den mutmaßlichen Komplizen freisprechen.
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Der Haupttäter mit dem präparierten Mantel war dagegen voll geständig. Nach sieben Geldstrafen erhielt er nun eine sechsmonatige Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Weil der Hartz-IV-Empfänger verheiratet ist und ein zweijähriges Kind hat, attestierten ihm Staatsanwaltschaft und Richter eine „positive Sozialprognose“.



