Die Feuerwehr rückte am Sonntagmorgen aus, um die schwer verletzte Frau aus ihrem Auto zu befreien. Die sorgte sich vor allem um ihr Auto.
Katze ausgewichen22-Jährige kracht in Siegburg ins Unterholz

Die Feuerwehr beriet sich mit der Notärztin, wie die Fahrerin zu befreien sei, ohne das Dach abzutrennen und ihr weitere Schmerzen hinzuzufügen.
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Auf der Wahnbachtalstraße in Siegburg ist am frühen Sonntagmorgen eine junge Autofahrerin verunglückt. Sie war von der Fahrbahn abgekommen und ins Unterholz gekracht. Die Frau erlitt der Feuerwehr zufolge schwere Verletzungen.
Gegen 6.25 Uhr fuhr die 22-Jährige aus Essen aus Richtung Kaldauen kommend nach Siegburg. Weil sie nach eigenen Angaben einer Katze auswich, riss sie das Lenkrad herum. Auf Höhe der Kapellenstraße rutschte sie ins Unterholz, die Bäume und Sträucher stoppten den Audi A3.

Mit der Seilwinde zogen die Feuerwehrleute das Auto hervor.
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In Panik rief die Frau die Polizei, die wiederum einen Rettungswagen alarmierte und die Frau bis zu dessen Eintreffen betreute. Der Zugang zur Fahrertür war jedoch versperrt, die junge Frau war in ihrem Fahrzeug eingeschlossen. Die Rettungsassistenten entschieden sich, die Feuerwehr zu alarmieren.
„Unser Plan war zunächst, das Dach abzutrennen, um die Patientin möglichst schonend zu befreien. Das hat die Frau aber abgelehnt, weil sie wollte, dass ihr Auto nicht noch mehr beschädigt wird“, sagte Einsatzleiter Michael Höntsch. Das letzte Wort habe aber die Notärztin gehabt. Die gab grünes Licht.

Nachdem das Auto aus dem Gehölz gezogen wurde, konnten die Rettungskräfte die 25-Jährige befreien.
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Also versetzten die Feuerwehrleute den Rüstwagen und zogen den Audi mithilfe einer Seilwinde mehrere Meter nach hinten. Nun war der Zugang zur Fahrertür frei, die Rettungskräfte konnten die unter Schock stehende Frau auf eine Trage legen und zum Rettungswagen bringen. Die 22-Jährige klagte über Kopf- und Rückenschmerzen, sie wurde schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Krankenhaus.
Immerhin: Das Auto war bis auf einen Schaden am Kotflügel und ein paar Kratzer unbeschädigt geblieben. Es wurde abgeschleppt. Die Wahnbachtalstraße blieb während der Unfallaufnahme für etwa zwei Stunden voll gesperrt.