Der vermeintlich kuschelige Platz im rechten Hinterrad eines Kleintransporters stellte sich für die Fellnase als wenig komfortabel heraus.
„Cookie“ auf AbenteuerKatze steckt in Rad fest – und hält Feuerwehr in Siegburg auf Trab

In Siegburg war die Katze „Cookie“ in einem Rad so eingeklemmt, dass die Feuerwehr sie befreien musste.
Copyright: Ralf Rohrmoser-von Glasow
„Cookie“ wollte wohl mal ein bisschen was von der Welt sehen. Also entwischte sie am Samstagabend durch die Haustür eines Mehrfamilienhauses an der viel befahrenen Frankfurter Straße. Doch weit kam die Katze nicht. Ihr waren die rollenden Metallgefährte und die großen Zweibeiner vermutlich nicht ganz geheuer. Also suchte sie sich ein paar Häuser weiter einen Unterschlupf.
Sie krabbelte unter einen Kleintransporter und suchte sich ein Plätzchen im rechten Hinterrad. „Cookie“ kuschelte sich immer weiter in die Felge und geriet immer weiter hinter die Bremsbacken. Irgendwann ging es nicht mehr weiter, aber auch nicht mehr wieder zurück. Das Tier war eingeklemmt, nicht weit weg von zu Hause.
Siegburg: Feuerwehr zu Tiernot-Einsatz gerufen
Glücklicherweise entdeckte ihre Besitzerin nur wenig später. Kaum auszudenken, wenn es viel länger gedauert hätte und der Fahrer hätte seinen Wagen in Gang gesetzt. Die Eigentümerin versuchte es mit gutem Zureden und sanftem Zupacken – ohne Erfolg. Sie lockte mit Futter und legte eine Spur mit Leckerlis, doch nichts half. Das Ordnungsamt wurde hinzugerufen, gegen 21.45 Uhr rückte die Feuerwehr zu einem Tiernot-Einsatz aus.
Die Wehrleute mussten sich unter den Kleintransporter legen, um die Katze überhaupt sehen zu können. Zunächst bockten sie mit einem hydraulischen Spreizer die hintere Fahrzeughälfte hoch, in der Hoffnung, das würde ausreichend Bewegung und Platz schaffen. Doch „Cookie“ war so eingeklemmt, dass sie nach wie vor nicht herauskam. Die Einsatzkräfte mussten weiteres Werkzeug auspacken, um auch noch das Rad abzumontieren.
Katze versteckte sich in Hinterrad von Lieferwagen
Erst als sie die Felge ein Stück nach vorne bewegten, konnten sie die Katze befreien. Eine nahm sie auf den Arm, damit sie nicht weglaufen konnte. Sie blieb indes ganz friedlich und brav. Die zuvor noch besorgte Katzenmama war ganz erleichtert und übernahm, bedankte sich gleich mehrfach. Sie steckte das Tier in eine Transportbox, Wehrleute brachten sie die paar Meter zurück nach Hause.
Ihre Kameraden zogen die Schrauben wieder an, bevor sie das Fahrzeug wieder zurück auf alle vier Räder stellten. Nach einer guten halben Stunde war der Spuk vorbei. „Cookie“ blieb die ganze Zeit über gelassen, ihr Fernweh hat sie nach diesem Abenteuer sicherlich erst einmal überwunden.
