In der hiesigen Kreisliga A deutet alles darauf hin, dass auch der Vizemeister am Ende hoch darf. Im besten Fall steigen nur zwei Teams ab.
Zwischen Auf- und AbstiegskampfBergheim und Troisdorf 05 sind auf Kurs, Sextett muss zittern

Muhammed Jusufi (Mitte) und die SF Troisdorf 05 sind nach wie vor auf Aufstiegskurs.
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Die Serie endete ausgerechnet beim Schlusslicht. Nachdem die A-Liga-Fußballer der SF Troisdorf 05 seit dem 19. Oktober (1:3 beim FC Kosova) kein Meisterschaftsspiel mehr verloren hatten, ging man am Sonntag in Niederkassel leer aus – 2:3. SF-Trainer Denis Schorn lobte die Bezirksliga-Reserve hinterher für einen „leidenschaftlichen Auftritt. Der Gegner wollte den Sieg mehr als wir.“
Trotzdem sind die 05er weiter auf Kurs Richtung Aufstieg, trotz eines Vier-Punkte-Rückstands auf den Spitzenreiter SV Bergheim. Mindestens sechs Vizemeister der insgesamt neun A-Liga-Staffeln des Verbandsgebiets dürfen nämlich den Gang nach oben antreten. Sollte Eintracht Hohkeppel II in der Saison 2026/27 auf ein Startrecht in der Bezirksliga verzichten, wären es sogar sieben.
Im Ranking der aktuellen Tabellenzweiten im Kreisliga-Oberhaus (gemessen am Punktequotient) liegen die SFT auf Rang vier (2,208) – vor dem SC Selfkant (2,182), SV Wachtberg (2,120), FC Golzheim (2,000), SV Gremberg Humboldt (2,000) und SV Eilendorf II (1,958). „Wir haben alles in der eigenen Hand“, sagt Schorn. „Aber auch wenn das Hauptziel der Aufstieg ist: Ich will nach wie vor Meister werden.“
Dabei hofft er auf ein baldiges Comeback von Omer Saleh (Muskelverletzung); der Torjäger dürfte allerdings frühestens im Match am 17. Mai gegen Winterscheid zurückkehren. Vor dem Duell am Sonntag (15.15 Uhr) mit dem SV Müllekoven freut sich Schorn auf das Aufeinandertreffen mit seinem Trainerkollegen Ahmet Cansiz: „Wir stammen beide aus der SF-Jugend und sind Troisdorfer Jungs. Ich schätze ihn sehr – als Trainer und als Menschen.“
Sextett bangt um den Klassenerhalt
Auch die Teams im Tabellenkeller dürften den SFT am Sonntag wieder die Daumen drücken. Denn: Nur wenn auch der Vizemeister aufsteigt und gleichzeitig kein Klub aus dem Rhein-Sieg-Kreis von oben runterkommt, gäbe es lediglich zwei Absteiger. Seit Sonntag ein durchaus denkbares Szenario, denn dank des 5:2-Erfolgs im Kellerduell mit dem SV Deutz II hat der Bezirksligist Wahlscheider SV nur noch drei Punkte Rückstand aufs rettende Ufer.
Fakt ist: Maximal drei A-Ligisten müssen am Ende der Saison den bitteren Gang in die B-Klasse antreten. Sechs sind demnach noch mittendrin in der Verlosung, nämlich der TuS Birk (24 Spiele/26 Punkte), SV Umutspor Troisdorf (23/23), TuS Oberpleis II (24/21), TuS Winterscheid (24/20), SV Allner-Bödingen (23/19) und Niederkassel II (24/19).
Dass wir nach über zwei Monaten immer noch kein Urteil haben, ist schwierig nachzuvollziehen
Dem Tabellenvorletzten winken allerdings noch drei Punkte am Grünen Tisch: Das Kreissportgericht wertete die (beim Stande von 3:2) abgebrochene Partie gegen den SV Umutspor bereits mit 2:0 für Allner-Bödingen, doch nach dem Einspruch der Troisdorfer liegt der Fall nun beim Bezirkssportgericht. Der Referee hatte sich von einem Gästespieler bedroht gefühlt und das Match daraufhin abgebrochen. Trainer Sascha Harnischmacher vom SVA drängt auf eine schnelle Entscheidung: „Dass wir nach über zwei Monaten immer noch kein Urteil haben, ist schwierig nachzuvollziehen. Zumal es den Abstiegskampf maßgeblich beeinflusst.“
Vor dem Duell am Sonntag (15.15 Uhr) mit dem TSV Wolsdorf wartet seine Elf noch immer auf den ersten Sieg in diesem Jahr. Der SV Umutspor (gegen Winterscheid) und TuS Birk (gegen Niederkassel II) fiebern indes einem Abstiegskrimi auf eigener Anlage entgegen.

