TennisIvan Gakhov siegt bei ATP-Turnier in Troisdorf – Spieler fühlten sich „sauwohl“

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Ein Mann spielt Tennis auf einem Sandplatz.

Turniersieger Ivan Gakhov zeigte bei seinen Spielen auf der Anlage von Rot-Weiß-Troisdorf vollen Einsatz.

Tausende Tennisfans kamen zum Turnier auf der Anlage des Rot-Weiß Troisdorf. Die Veranstalter sind zufrieden – und planen fürs nächste Jahr.

Die Zahlen sind beeindruckend. 14 internationale Stuhl-Schiedsrichter, 21 Linienrichter und 51 Ballkinder haben für einen reibungslosen Ablauf des einwöchigen ATP-Challenger-Tennisturniers um die Saturn-Oil-Open auf der Anlage von Rot-Weiß Troisdorf gesorgt. Über 100 Profispieler im Damen- und Herrenbereich waren in den beiden Einzel- und Doppel-Konkurrenzen am Start und duellierten sich um insgesamt 100.000 Dollar Preisgeld.

Das Turnier sorgte alleine für 450 Übernachtungen im Sponsoren-Hotel B&B am Troisdorfer Bahnhof. Mit einem Shuttle-Service wurden die Tennis-Profis hin und her gefahren. Hier und da sorgten die braun gebrannten Akteure in der Troisdorfer Innenstadt auch für internationales Flair, denn zwischen der Tennisanlage an der Carl-Diem-Straße und dem Hotel waren die Protagonisten auch oft auf dem viertelstündigen Weg über gut einen Kilometer zu Fuß unterwegs.

Mehrere tausend Zuschauer pilgerten auf Anlage von Rot-Weiß Troisdorf

„Die Spieler und die Spielervereinigung ATP als Veranstalter des Turnier haben sich hier sauwohl gefühlt“, sagte Turnierdirektor Marc Raffel, der am Endspieltag ein durchweg positives Fazit zog. Natürlich habe das tolle Wetter auch mitgespielt. Mehrere Tausend Zuschauer pilgerten während der Turnierwoche auf die Anlage.

Eine Frau im roten Kleid spielt Tennis.

Carolina Kuhl holte den Sieg bei den Damen.

Der Finalist Frederico Ferreira Silva brachte es nach seinem Finaleinzug im Interview auf den Punkt: „Das Ambiente hier ist wie in einem Park“, sagte der 28-jährige Portugiese, der in der Weltrangliste immerhin auf Platz 230 rangiert, und er schilderte, wie wohl er sich in Troisdorf gefühlt hat. Die Interviews führte WDR-Fußball-Moderator Stephan Kaußen. Er verriet den Zuschauern immer wieder Neuigkeiten und Interessantes über die Spieler und das Turnier.

Der im Wald gelegene Club mit seinen acht Plätzen war während des einwöchigen Turniers kaum wiederzuerkennen. Schon die Einfahrt in die Sackgasse der Carl-Diem-Straße war für Autos gesperrt. Am Eingang mussten Tickets gelöst werden, wobei Clubmitglieder freien Eintritt genossen.

Saturn-Oil-Open in Troisdorf: Tribüne bot Platz für 500 Zuschauer

Auf dem Hauptplatz war eine Tribüne für 500 Sitzplätze aufgebaut. Dahinter gab es ein großes VIP-Zelt. Auf der Wiese zwischen Plätzen und Bäumen standen gesponsorte Elektro-Fahrzeuge von einem Autohaus und im großen Whirlpool eines weiteren Sponsors erfreute sich vor allem der Tennis-Nachwuchs des warmen Wassers.

Zuschauer schauen sich ein Tennisspiel an.

Tausende Zuschauer kamen auf die Tennis-Anlage von Rot-Weiß Troisdorf.

„Ohne die vielen Sponsoren wäre so eine Veranstaltung nicht zu organisieren“, betonte Marc Raffel. So ist der Hauptsponsor Saturn Oil ein kanadischer Ölkonzern, der im vergangenen Jahr erstmals als Titelsponsor einsprang. Der Kontakt kam über den Co-Turnierdirektor Marc Kevin Goellner zustande, selbst ehemaliger Profi und Davis-Cup-Spieler.

Turnier soll auch im nächsten Jahr wieder in Troisdorf stattfinden

Aber auch die vielen lokalen Unterstützer haben zu einer gelungenen Veranstaltung beigetragen. Nicht zuletzt auch halfen an die 40 Mitglieder des Clubs mit, die hinter der Essensbude und dem Getränkestand beim Verkauf die Stellung hielten. „Es wird sicherlich auch ein ordentlicher Betrag für den Club übrig bleiben“, so Vorsitzender Volker De Cloedt, der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Claus Dreser und dem Präsidenten Uwe Maaß die Fäden für den Club im Hintergrund gemeinsam mit Raffel und Goellner gezogen haben.

Nach dem Event ist vor dem Turnier, und so sind alle Beteiligten hochmotiviert, das Turnier im nächsten Jahr wieder auf die Beine zu stellen. „Das ist das einzige Turnier in Deutschland auf diesem Niveau, dass ein Damen- und Herren-Feld anbietet, weil hier einfach die Infrastruktur passt“, so Raffel. Er will daran arbeiten, dass die Damen-Konkurrenz von einem ITF-Turnier zu einem Challenger-Wettbewerb mit höherem Preisgeld aufgewertet werden kann.

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