Auf der Frankfurter Straße sollte sich ein schwerer Unfall ereignet haben. Als die Feuerwehrleute vor Ort eintrafen, fanden sie jedoch nichts.
Autounfall gemeldetPolizei ermittelt in Troisdorf nach mutmaßlichem Scherzanruf

An dieser Straße wurde der Unfall gemeldet. Doch die Einsatzkräfte fanden nichts vor. (Archivbild)
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In Troisdorf ermittelt die Polizei wegen eines möglichen Scherzanrufs: Feuerwehr und Polizei waren am Dienstagabend, 5. Mai, zu einem schweren Unfall gerufen worden, fanden vor Ort jedoch nichts. Das könnte Konsequenzen für den Anrufer oder die Anruferin haben.
Dienstagabend, 20.30 Uhr: Bei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Troisdorf geht eine Meldung ein: Zwei Autos sollen zusammengestoßen sein, eines liege auf dem Dach. Der Fahrer soll eingeklemmt sein. Mehrere Einheiten, die Polizei, Notarzt und Rettungsdienst eilen zum vermeintlichen Einsatzort, der Kreuzung Frankfurter Straße/Alfred-Delp-Straße. Was die ersten eintreffenden Kräfte dort sehen, geben sie direkt per Funk an ihre nachfolgenden Kameradinnen und Kameraden weiter: Sie finden nichts, „keine Erkenntnisse“, heißt das im Feuerwehr-Jargon.
Anruf kam wohl aus einer Pommesbude
42 Einsatzkräfte, fünf Einheiten, zwei Rettungswagen und ein Notarzt waren umsonst draußen – und drei Polizeiwagen. „Das führt dazu, dass die Kräfte bei echten Notfällen fehlen könnten, weil sie hier gebunden sind“, sagt Polizeisprecher Stefan Birk. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts des Notrufmissbrauchs eingeleitet und prüft, zu wem die Nummer des Anrufers oder der Anruferin führt. „Die Notrufe werden ja aufgezeichnet, es war auf jeden Fall eine jüngere Person.“ Der Anruf, ist aus Feuerwehrkreisen zu erfahren, kam wohl aus einer Pommesbude gegenüber der Kreuzung, an der der Unfall angeblich geschehen sein sollte.
Grundsätzlich komme es selten vor, dass jemand zum Scherz anrufe und eine falsche Notlage schildere. „Das ist eine Straftat und unsere Fachabteilung geht diesen Anrufen konsequent nach. Die Erfolgsquote ist hoch“, sagt Birk. Wird der Verursacher ermittelt, folge neben einer Anzeige häufig auch die Rechnung für den Einsatz. „Bei einem Verkehrsunfall geht das noch, aber wenn wir von Suchmaßnahmen reden, bei denen zum Beispiel ein Hubschrauber zum Einsatz kommt, kann die Summe schnell mehrere tausend Euro betragen“, warnt Birk. Niemand habe allerdings etwas zu befürchten, wenn er eine Lage falsch einschätze. „Wir fahren den Einsatz lieber wieder runter als hoch.“