Die Wanderung beginnt auf dem Parkplatz der ehemaligen Kaserne zwischen Altenrath und Flughafen und verläuft über gut sieben Kilometer.
AusflugstippWanderung mit zwei Schleifen durch die Wahner Heide –Blick auf Flughafen Köln/Bonn

Der Flughafen Köln/Bonn steht im zweiten Teil der Wanderung im Mittelpunkt.
Copyright: Quentin Bröhl
Nach dem Abzug der belgischen Armee aus der Wahner Heide ist die ehemalige Kaserne „Camp Major Legrand“ zwischen Altenrath und dem Flughafen nach 2004 zu einem Wanderparkplatz umgestaltet worden.
Dieser Parkplatz gleich gegenüber der ehemaligen Panzerwaschanlage ist Ausgangspunkt einer Wanderung über insgesamt 7,35 Kilometer. In der Wander-App Komoot findet man die Tour unter dem Namen „Tongrube-Teich (Wahner Heide) – Panoramablick auf Airport Köln/Bonn, Runde von Rambrücken“.
Start an der Panzerwaschanlage
Die Tour führt vom Parkplatz aus über zwei fast gleich lange Schleifen, sodass man beliebig die Wanderung auf jeweils die Hälfte der Strecke verkürzen kann. Es ist eine Mischung aus Naturerlebnis, regionaler Geschichte und überraschenden Ausblicken.
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Los geht die abwechslungsreiche Wanderung mit dem Überqueren der Alten Kölner Straße zur ehemaligen Panzerwaschanlage, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht zu erkennen ist. Das unscheinbare Betonbecken am Wegesrand hat sich zu einem ökologischen Kleinod gewandelt.

Der Start befindet sich an der ehemaligen Panzerwaschstraße gleich gegenüber dem Wanderparkplatz.
Copyright: Quentin Bröhl
Wo jahrzehntelang Panzer und andere militärische Fahrzeuge nach Manöverfahrten vom gröbsten Schlamm und Sand gereinigt wurden, bevor sie in die angrenzende Kaserne einfuhren, ist ein Biotop entstanden. In dem mit Regenwasser gefüllten Becken gibt es teils seltene Bewohner, wie den fleischfressenden südlichen Wasserschlauch, der Wasserflöhe und andere Kleinsttiere in seinem blasenförmigen Fallen fängt.
Hühnerbruch nach Birkhuhn benannt, das hier einst lebte
Parallel zur Alten Kölner Straße, aber mit genügend Abstand zu den vorbeifahrenden Autos, führt der Weg weiter in Richtung Süd-Osten. Nach rund einem Kilometer lohnt sich eine erste Rast beim Blick auf den Hühnerbruch vom früheren Sicherheitsstand am Geisberg.

Die Wanderung führt unter anderem an der Tongrube vorbei.
Copyright: Quentin Bröhl
Benannt ist das Gebiet nach dem Birkhuhn, von dem bis etwa 1930 in der Wahner Heide noch mehr als 100 Tiere festgestellt wurden. Die insgesamt zwölf Sicherheitsstände des bis 1943 für Schießübungen genutzten Truppenübungsplatzes dienten zur Registrierung von Kanoneneinschlägen.
Von hier geht die Wanderung weiter über die gut begehbaren Wege. Ab Kilometer 1,3 gibt es eine kleine Schleife von rund einem Kilometer. Hier führt die Strecke entlang der sogenannten Tongrube, die mit Wasser gefüllt ist. Auch in diesem kleinen Teich ist ein Biotop entstanden, das aber nicht betreten werden darf.

Über gut begehbare Wege führt der erste Teil der Strecke entlang der Alten Kölner Straße.
Copyright: Quentin Bröhl
Tatsächlich wurde im Gebiet der heutigen Wahner Heide viel Ton abgebaut. Zeugnis davon geben die Spuren der Altenrather Töpfer des 17. Jahrhunderts, die Tonfabrik „Ludwigshütte“ und die Altenrather Tongrube am Rande des Flughafengeländes.
Von 1968 bis 1982 wurde dort sogar teils illegal großflächig Ton abgebaut. Nachdem der Abbau aufgrund zahlreicher Proteste eingestellt wurde, diente die Grube noch einige Zeit als Schuttabladeplatz.

Ein großer Teil der Schleife führt die Hühnerbruch-Tour entlang, die mit einer gelben Kanne auf schwarzem Hintergrund gekennzeichnet ist.
Copyright: Quentin Bröhl
Auf der gleichen Strecke geht es zurück zum Parkplatz. Wer noch Kondition hat und gern noch ein paar Kalorien nach dem Festtagsschmaus oder von üppigen Naschen der Plätzchen abtrainieren will, für den lohnt sich der zweite Teil der Wanderung.
Nach dem idyllischen ersten Teil folgt ein Kontrastprogramm mit einer sich weit öffnenden Landschaft und immer wieder erstaunlichen und imposanten Blicke auf das Flughafengelände.
Imposante Blicke auf den Flughafen
Gleich hinter der Einfahrt auf den Parkplatz führt die Strecke links durch ein großes Gebüsch nach Norden. Nach rund 800 Metern beginnt die zweite Schleife, die rund 2,5 Kilometer lang ist. Im Uhrzeigersinn gehend hört man die Geräusche gelegentlich startender Flugzeuge immer deutlicher.

Die Wanderung führt quer über die Anflugschneise einer der drei Landebahnen des Flughafens.
Copyright: Quentin Bröhl
Nach wenigen Metern sieht man die Flieger bei ihren Starts und Landungen. Mit etwas Glück ist die große Hauptlandebahn in Betrieb. Dann kann man die Flieger zum Greifen nah beobachten.
Dabei führt der Weg geradewegs durch die großen, gelben Scheinwerfer-Anlagen, die den Piloten den Weg weisen. In der Mitte der Schleife erreicht die Wanderung, die mit 60 Höhenmeter hinauf und hinunter moderat ausgelegt ist, den höchsten Punkt. Erneut lädt der Blick auf das Flughafengelände zu einer kurzen Rast ein.

Auf einigen Streckenteilen gibt es sogar enge Pfädchen.
Copyright: Quentin Bröhl
Die Strecke ist auch für ungeübte Wanderer gut machbar. Festes Schuhwerk wird empfohlen, insbesondere in Waldnähe gibt es viele Pfützen, und es könnte etwas rutschig werden. Der überwiegende Teil der Wanderung führt über Waldwege. Auch Abschnitte mit kleinen Pfädchen machen den Weg zu einer attraktiven Tour.
Ein Teil der Strecke führt über die sogenannte Hühnerbruch-Tour, eine von vielen Wandermöglichkeiten rund um Altenrath, eine knapp neun Kilometer lange Rundwanderung. Gekennzeichnet wird die Hühnerbruch-Tour mit dem Piktogramm der gelben Kanne auf einer schwarzen Tafel.
Weitere attraktive Wanderungen durch die Wahner Heide, die mit Piktogrammen gekennzeichnet sind, ist die Altenrath-Tour, Fliegenberg-Tour, Herfeld-Tour, Maikammer-Tour und Telegraphenberg-Tour.

