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Unwetter im Rhein-Sieg-KreisL333 komplett gesperrt – Keller und Garagen laufen voll

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Unwetter-Rhein-Sieg3

Die Feuerwehr pumpt Wasser aus Bächen, die sich zu strömenden Gewässern entwickelten.

Rhein-Sieg-Kreis – In der Nacht zu Sonntag haben heftige Gewitter und starke Regenfälle zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehren geführt. Auf der Landstraße 333 durch das Siegtal musste nach einem Erdrutsch der Streckenabschnitt zwischen Hennef-Stein und Eitorf-Bach komplett gesperrt werden. Geröll und Schlamm verhindern derzeit die Durchfahrt.

Nach Angaben der Feuer- und Rettungsleitstelle gab es rund 60 witterungsbedingte Einsätze im rechtsrheinischen Kreisgebiet. Schwerpunkte waren Lohmar und Eitorf. Bäche traten über die Ufer und Keller wurden überflutet. Auf der L 333 floss das Wasser bei Hennef-Bülgenauel in Strömen über die Straße. Etwas weiter in Richtung Eitorf war es schließlich der Erdrutsch, der den Verkehr stoppte und zu der Vollsperrung führte.

Wollsbach wird zum reißenden Gewässer

In Hennef-Niederscheid stand die schlammige Brühe in einer Garage mehr als einen Meter hoch. Der Anwohner beklagte, dass er die Probleme schon zwei Mal zuvor habe, wenn ein Landwirt oberhalb Mais pflanze. Er bemerkte den Schaden, als er sich gerade auf den Weg zum Flughafen machen wollte.

In Eitorf-Harmonie verwandelte sich der Wollsbach binnen weniger Minute in ein reißendes Gewässer, die Harmoniestraße verwandelte sich in einen See. An der Straße Im Sand lief ebenfalls eine Garage bis fast zur Decke voll, drinnen stand noch ein Auto. Der Besitzer hatte es noch hinaus fahren wollen, als sich der Strom ergoss. Er beschwerte sich darüber, dass das Gewässer nicht ausreichend gesichert sei, mehrfach hatte er schon großen Schaden durch solche Starkregenereignisse.

Gleich mehrere Hausbesitzer waren an der Straße Pfaffensiefen betroffen. Ein Durchlauf unter der Fahrbahn oberhalb der Bebauung hatte sich zugesetzt, das Wasser eines kleinen Baches staute sich schnell an und strömte dann ungehindert in Haus- und Garageneinfahrten. Der Durchfluss war dermaßen verstopft, dass die Einsatzkräfte - die Eitorfer wurden von Kameraden aus Sankt Augustin-Buisdorf unterstützt - mehrere Stunden benötigten, um die Störung zu beseitigen.

In Lohmar konzentrierten sich die Einsätze vor allem rund um Wahlscheid. Auch hier liefen Keller voll, der ein oder andere Baum musste beseitigt werden. In Neunkirchen-Seelscheid, Much und Hennef gab es nur vereinzelte Alarmierungen, der Rest des rechtsrheinischen Kreisgebiets blieb weitgehend verschont.

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