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Leistungsdruck in der SchuleWas Eltern tun können, wenn Kinder leiden

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Ein Schüler einer fünften Klasse macht Hausaufgaben

Leistungsdruck: 2025 fühlte sich ein Viertel der Schülerinnen und Schüler in Deutschland psychisch belastet.

Die Belastung durch die Schule nimmt zu. Viele Eltern fragen sich, wie sie Warnsignale deuten und ihrem Kind beistehen können.

Eine Erhebung der Robert Bosch Stiftung, das Deutsche Schulbarometer, zeigt für das Jahr 2025 eine besorgniserregende Entwicklung: Ein Viertel der Schülerschaft empfand eine psychische Belastung. Die dpa meldet, dass die Verfasser der Studie als eine der Ursachen starken Leistungsdruck vermuten.

Diese Situation beunruhigt auch viele Erziehungsberechtigte. Sie stehen vor der Herausforderung, eine psychische Überlastung bei ihrem Kind zu identifizieren und fragen sich, welche Unterstützung bei Stress und Leistungsdruck wirksam ist.

Warnsignale für schulischen Stress erkennen

„Jedes Kind reagiert anders auf Schulstress“, zitiert das Familienportal NRW. Dennoch existiert eine Palette von Symptomen, die Eltern als Alarmsignale wahrnehmen sollten. Hierzu gehören beispielsweise diffuse Bauchschmerzen, ein abrupter Abfall der schulischen Leistungen, die Tendenz zur sozialen Isolation sowie Wutausbrüche und aggressives Verhalten. Zu den verbreiteten Stressanzeichen zählen überdies Störungen des Schlafs oder des Essverhaltens.

Werden derartige Symptome bemerkt, ist eine Erforschung der Gründe ratsam. Es ist von großer Bedeutung, das Kind und seine Beschwerden ernsthaft zu behandeln. Eltern sollten sich Zeit für ein Gespräch in einer gelösten Umgebung nehmen und aufmerksam sein. Anstelle von allgemeinen Durchhalteparolen ist es hilfreicher, Unterstützung zu signalisieren und gemeinschaftlich Lösungswege zu erarbeiten.

Elterliches Verhalten und dessen Einfluss

Als eine erste Maßnahme gegen schulische Belastungen empfiehlt das Familienportal NRW, auf eine strukturierte Alltagsroutine und einen konstanten Schlaf-Wach-Rhythmus bei den Kindern zu achten. Für den notwendigen physischen Ausgleich kann genügend Zeit für Aktivitäten an der frischen Luft sorgen.

Das eigene Verhalten als Elternteil hat ebenfalls eine Bedeutung und sollte kritisch hinterfragt werden. So dürfen schlechte Zensuren keinesfalls zu Bestrafungen oder dem Entzug von Zuneigung führen. Des Weiteren ist es ratsam, Vergleiche des eigenen Kindes mit anderen zu unterlassen und stattdessen eine Haltung der Gelassenheit vorzuleben.

Professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen

Bei einem hohen Grad an Belastung ist es ratsam, externe Unterstützung zu suchen. Lehrkräfte können hier als erste Ansprechpartner dienen. Sowohl der Klassenlehrer als auch ein Vertrauenslehrer können bei der korrekten Einschätzung des Belastungsgrades assistieren. Ferner bietet der schulpsychologische Dienst Begleitung und Beratung für Schüler bei Lernproblemen und seelischen Notlagen, jedoch ist dieser Dienst nicht flächendeckend an allen Bildungseinrichtungen vorhanden.

Sollten gesundheitliche Beschwerden über eine längere Periode andauern, ist es wichtig, schwerwiegende Krankheiten durch einen Kinder- und Jugendarzt ausschließen zu lassen. Bei akuten seelischen Krisensituationen bieten darüber hinaus spezialisierte Familienberatungsstellen oder die Elternberatung der Telefonseelsorge ihre Hilfe an. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.