Die Nachfrage nach Finanzexperten ist groß – allein schon durch den demografischen Wandel. Junge Menschen finden hier spannende Karrierechancen.
Finanzprofis gesuchtWir machen den Job wahr, den du dir vorstellst.

Die Finanzbranche bietet engagierten Menschen interessante Karrierechancen.
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Der Finanzsektor wird immer älter. „Viele Mitarbeiter werden auf absehbare Zeit in Rente gehen, wodurch es mehr Kunden ohne Ansprechpartner geben wird“, sagt Maximilian Bosker. Er ist Geschäftsführer der Bemore Recruiting GmbH, die sich auf Personaldienstleistungen spezialisiert hat. So liege das Durchschnittsalter der Finanzberater bei über 52 Jahren, was ein wachsendes Nachwuchsproblem hervorrufe.
Finanzberater
Finanzberater unterstützen ihre Kunden, deren Finanzen zu optimieren. Dabei geht es nicht nur um Kredite und Investments, sondern auch um Versicherungen. Der Job des Finanzberaters erfordert laut Bosker vor allem Feingespür und Begeisterung im Umgang mit Menschen. „Gerade die Finanzbranche bietet reizvolle Möglichkeiten und spannende Tätigkeitsfelder mit Zukunft“, unterstreicht er und fügt hinzu: „Wer sich dort sorgfältig vorbereitet, hat auch als Quereinsteiger erstklassige Chancen auf eine tolle Karriere.“
Vorkenntnisse im Bereich Zahlen und Finanzen sind seiner Ansicht nach nicht unbedingt erforderlich, da das Produktwissen innerhalb einer etwa sechsmonatigen Ausbildung berufsbegleitend erlernte werde. „Der Beruf bietet ein hohes Einkommen, eine freie Zeiteinteilung und selbstbestimmtes Arbeiten“, so der Experte. Er glaubt, dass die Chancen in der Finanzdienstleistungsbranche derzeit besonders hoch sind, dies gelte eben auch für Quereinsteiger. „Mit dem richtigen Engagement kann man innerhalb von zwei bis drei Jahren eine Führungsposition erreichen.“ Nach Angaben der Online-Jobplattform Stepstone verdienen Finanzberater hierzulande im Schnitt rund 51.000 Euro pro Jahr.
Vertriebsleiter
Eine andere Möglichkeit, in der Finanzbranche Karriere zu machen, bietet der Beruf des Vertriebsleiters oder der Vertriebsleiterin – der englische Fachbegriff lautet „Head of Sales“. Vertriebsleiter sind für den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen verantwortlich. Sie können in vielen Wirtschaftsbereichen tätig sein, etwa in einem Unternehmen, in einer Versicherung oder einer Bank. Zur täglichen Arbeit gehört es, Zielmarktstrategien sowie Markt- und Wettbewerbsanalysen zu entwickeln. Darüber hinaus werden bestehende Kundenbeziehungen gepflegt und neue Kunden hinzugewonnen. Wie der Name schon sagt, leitet der Vertriebsleiter oder die Vertriebsleiterin ein Team und unterstützt die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Akquise.
Wenn Kandidaten ein betriebs- oder wirtschaftswissenschaftliches (Fach-)Studium abgeschlossen haben, stehen die Chancen gut. Darüber hinaus ist es von Vorteil, eine kaufmännische Ausbildung mit Schwerpunkt des Privatkundenvertriebs absolviert zu haben oder bereits Berufserfahrung in der Vertriebsleitung eines Unternehmens vorzuweisen. Generell sind zudem eine gute Kundenorientierung und verkäuferische Fähigkeiten sowie ein ergebnisorientiertes, unternehmerisches Denken und Handeln gefragt. Laut Stepstone liegt das mittlere Jahresgehalt eines Vertriebsleiters in Deutschland bei 71.200 Euro.
Fondsmanager
Zu den Spitzenverdienern der Branche gehören Fondsmanager und Fondsmanagerinnen. Sie sind Experten für Geldanlagen und arbeiten für Fondsgesellschaften, Banken, Pensionskassen oder Versicherungen. Ihr Ziel ist es, das Kapital der Kunden rentabel anzulegen. Das Prinzip von Fonds: Viele Menschen legen ihr Geld in einen „gemeinsamen Topf“, den Fonds. Das Kapital wird zum Beispiel in Aktien, Anleihen, Edelmetalle und Immobilien investiert. Für die richtige Zusammenstellung der Portfolios ist vor allem das Know-how wichtig. Dazu gehört es, Unternehmenszahlen zu analysieren, ökonomische Entwicklungen zu kennen und entsprechende Prognosen formulieren zu können. Fondsmanager beschäftigen daher tagtäglich mit Dingen wie wirtschaftliche Entwicklungen, Anlageklassen, Prognosen, Zinsentscheidungen der Zentralbanken sowie Studien und Trends in der Finanzbranche. Darüber hinaus machen sich die Experten auch vor Ort bei den Unternehmen selbst ein Bild über die Firmen, in die sie im Auftrag des Kunden investieren wollen – oder vielleicht doch nicht.
In der Regel verfügen Fondsmanager und Fondsmanagerinnen über einen Hochschulabschluss in den Bereichen Betriebs- oder Volkswirtschaft. Gefragt ist zudem ein mathematisches, naturwissenschaftliches oder ingenieurwissenschaftliches Studium. Doch auch hier haben Quereinsteiger Chancen: Rund ein Zehntel der Frauen und Männer haben vor ihrer Karriere bei Fondsgesellschaften in völlig anderen Berufen gearbeitet. Das Gehalt ist schon beim Einstieg vergleichsweise hoch: Neulinge erhalten bereits überdurchschnittliche Grundgehälter. Laut Stepstone liegt das mittlere Jahresgehalt von Fondsmanagern bei rund 74.900 Euro. Erfahrene Fondsmanager mit Personalverantwortung können mit einem durchschnittlichen Gehalt von rund 130.000 Euro rechnen. Hinzu kommen branchenübliche Bonuszahlungen.
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