Für die Feierlichkeiten an Weiberfastnacht hat der FC keine Zeit. Auf der Pressekonferenz sprach der Trainer auch über seinen Shootingstar.
„Bin kein Fan“FC-Trainer Kwasniok äußert sich zu seinem Verhältnis zu El Mala
Während in der Kölner Innenstadt der Straßenkarneval feierlich eröffnet wurde, konzentriert sich der 1. FC Köln auf die nächste schwierige Aufgabe in der Bundesliga. Dabei ergreifen die Kölner zu außergewöhnlichen Maßnahmen.
Der Aufsteiger aus dem Rheinland wird sich noch am Donnerstag (12. Februar) nach Frankfurt aufmachen, am DFB-Campus nächtigen und nach der Einheit am Freitag gen Stuttgart weiterreisen. Auf der Pressekonferenz vor der Abfahrt sprach Lukas Kwasniok nicht nur über die „Karnevalsflucht“, sondern auch über sein Verhältnis zu Said El Mala
1. FC Köln flüchtet aus dem Trubel
Von einer „Karnevalsflucht“ will der Übungsleiter des 1. FC Köln, der als Mönch auf der FC-Karnevalsfeier erschien, vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Samstagabend aber nichts wissen (18.30 Uhr/Sky). „Das ist keine Flucht, sondern Professionalität“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz am Donnerstag: „Bei aller Show, es geht hier um Ergebnisse. Und die sind in der Vergangenheit rund um Karneval alles andere als berauschend gewesen“, fügte Kwasniok hinzu.

FC-Trainer Lukas Kwasniok
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Kwasniok geht dabei noch weiter ins Detail. Die Ablenkungsgefahr in Köln sei laut dem 44-Jährigen zu groß und die Ergebnisse am „jecken“ Wochenende in der Tat nicht allzu erbaulich: In den vergangenen 26 Jahren feierten die Kölner nur drei Siege im deutschen Profifußball.
Für Kwasniok ist wichtig, dass sein Team „am Maximum agiert“ und so „auch mal etwas ziehen“ kann. „Wir können jetzt mit den Großen auf Augenhöhe agieren, das war in der Hinrunde anders“, erklärte der 44-Jährige, der mit den Kölnern mit 23 Punkten auf Platz zehn der Fußball-Bundesliga steht. Im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel (ab 1995/1996) hatte nach dem 21. Spieltag kein Tabellenzehnter so wenige Zähler auf dem Konto wie Köln aktuell.

FC-Shootingstar Said El Mala
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Lukas Kwaskniok spricht über sein Verhältnis zu Said El Mala
Über den Kölner Shootingstar El Mala fand Kwasniok noch ein paar nette Worte. Der FC-Coach betonte, dass er ein „sehr gutes Verhältnis“ zu dem Offensivspieler habe. „Ich bin sein Begleiter, sein Trainer und kein Fan. Das ist eben der Unterschied. Ich liebe ihn so, wie meine Kinder auch. Die brauchen ab und zu auch etwas Distanz, um ihren Weg gehen zu können und dann nimmst du sie im richtigen Moment wieder in den Arm. Das ist ein ganz normaler Prozess“, sagte der FC-Trainer auf die Frage, ob das Verhältnis zu El Mala unterkühlt sei.
Die Personalsituation bei der Geißbock-Elf hat sich etwas entspannt. Die Angreifer El Mala und Ragnar Ache sowie Innenverteidiger Dominique Heintz, der nach muskulären Problemen wieder fit ist, werden gegen die Schwaben wieder eine Option sein. Isak Johannesson trainierte nach einem Magen-Darm-Infekt nur individuell. Ob der 22-Jährige dabei sein wird, entscheidet sich kurzfristig. (mbr/sid)

