Die Frauen des 1. FC Köln feiern einen wichtigen Sieg gegen Freiburg. Während des Spiels protestierten Fans gegen den DFB.
Von Protesten begleitetKöln schlägt Freiburg und nähert sich Europapokal-Plätzen

Jubel nach dem Tor zum 1:0 durch Torschuetzin Martyna Wiankowska
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Bei sonnigem Wetter am Samstag (24. Januar 2026) haben die Frauen des 1. FC Köln den SC Freiburg empfangen. An diesem 15. Spieltag gelang dem FC ein 1:0-Erfolg, mit dem der Verein Geschichte schrieb. Nie zuvor sammelten die FC-Frauen so viele Punkte in der Bundesliga.
Die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson hat nun sogar die Champions-League-Plätze (Ränge 1 bis 3) im Blick. Köln verbesserte sich mit 24 Zählern auf den sechsten Tabellenplatz und zog an Freiburg vorbei. Der Rückstand auf Werder Bremen auf dem dritten Rang beträgt nur zwei Punkte, wobei Bremen ein Spiel weniger ausgetragen hat.
Knapper Erfolg für Köln nach Elfmeter
Im Franz-Kremer-Stadion agierten die Kölnerinnen zu Spielbeginn noch etwas verunsichert, übernahmen aber mit fortschreitender Dauer die Kontrolle. Beide Mannschaften kamen zu guten Gelegenheiten.
Eine entscheidende Szene ereignete sich in der 43. Minute, als Kölns Sandra Jessen eine Flanke in den Strafraum der Freiburgerinnen schlug. Dort blockte Greta Stegemann den Ball mit dem Arm, woraufhin Schiedsrichterin Lara Wolf auf Strafstoß entschied.
Diese Chance ließ sich Martyna Wiankowska nicht entgehen und verwandelte sicher ins rechte untere Eck. Die 1:0-Führung kurz vor dem Pausenpfiff war verdient. Die 1530 Zuschauer und Zuschauerinnen erlebten eine unterhaltsame Partie.
In der 65. Minute musste Freiburgs Nia Szenk nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz. Köln spielte fortan in Überzahl. Nur kurz darauf verpasste Jessen die Vorentscheidung zum 2:0, als ihr Schuss knapp am Tor vorbeiging. Kurz vor dem Abpfiff hatte der FC großes Glück: Irina Fuchs verursachte in der 90. Minute einen Elfmeter, den die FC-Torhüterin jedoch parierte und so ihren Fehler wiedergutmachte. Es blieb beim 1:0 für die Kölnerinnen.
Unter der Woche wurde bekannt, dass Trainerin Britta Carlson ihren Vertrag beim FC vorzeitig bis zum Jahr 2028 verlängert hat. Die frühere Co-Trainerin der deutschen Nationalmannschaft hat das Team in dieser Saison stabilisiert, nachdem die vorherige Spielzeit mit dem zehnten Platz enttäuschend geendet war.
Carlson sagte nach dem Sieg: „Mit dem Beginn war ich nicht zufrieden, dann fehlte oft der letzte Pass. Wir haben viele Chancen hergeschenkt. Mit dem Elfer gegen uns habe ich das erste graue Haar bekommen, wir hätten das vorher entscheiden können.“
Die Trainerin meinte zum Punkterekord und zu Europa: „Ich bin natürlich froh über die 24 Punkte. Der Kölner träumt ja schnell von Europa, aber wir können das ganz gut einordnen. Unser Ziel war es eher nach oben als nach unten zu schauen. Wir nehmen alles mit, wollen uns aber erstmal etablieren. Ich sage aber auch nicht nein, wenn wir am Ende höher stehen.“
Proteste gegen den DFB
Während des Spiels kam es zu Protesten von Fans gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Auf einem Spruchband stand zu lesen: „Alle vereint gegen Montagsspiele“. Mit den Ansetzungen am Montagabend wollte der DFB der Frauen-Bundesliga zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen, da an diesem Tag keine Männer-Spiele stattfinden. Die Fans hatten für den ersten Spieltag nach der Winterpause Protestaktionen angekündigt.
„Für uns aktive Fans, die viel Zeit im Stadion, auf dem Weg dorthin oder wieder nach Hause verbringen oder sich unter der Woche intensiv auf einen Spieltag vorbereiten, wird ein aktives Fanleben zunehmend schwieriger“, hieß es dazu in einem Offenen Brief des Fannetzwerks der 1. und 2. Frauenfußballbundesliga. Daran beteiligt sind auch die Kölner Fanclubs „Frauen Supporters Köln Fanclub“ und „Geißböckinnen Supporters“. (red)
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