Der FC-Vorstand zeigt auffallend Präsenz bei den Einheiten des Kwasnioks-Team. Athletiktrainer Greskowiak vorerst kein Thema.
Nach nur zwei Siegen aus 15 SpielenFC-Trainer und Mannschaft unter besonderer Beobachtung

Der bekannte Athletiktrainer Arne Greskowiak (l.) und FC-Vizepräsident Ulf Sobek am Dienstag beim FC-Training am Geißbockheim. Beide kennen sich lange.
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Ein Trainer unter Beobachtung. Natürlich interessierte sich der FC-Vorstand und insbesondere Ulf Sobek, der Vizepräsident Sport, auch schon in den ersten Wochen und Monaten seiner Amtszeit für das Training der Mannschaft von Chefcoach Lukas Kwasniok, doch es ist schon auffällig, dass zu Wochenbeginn gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Präsidiumsmitglieder vor Ort bei den Einheiten dabei waren.
Nach der Talfahrt und dem 0:2 in Augsburg zuletzt ist der Druck auf Coach und Team gestiegen. Am Montag verfolgten die beiden Vizepräsidenten Sobek und Jörg Alvermann mit Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler die komplette Trainingseinheit, auch am Dienstag waren dann die beiden Vorstandsmitglieder am Geißbockheim präsent.
Sobek stand dabei zusammen Arne Greskowiak, der als einer der renommiertesten Athletiktrainer des Landes gilt. Greskowiak macht zum Beispiel Weltstars wie Leon Draisaitl oder Dennis Schröder fit, betreute auch die deutschen Basketball- und Eishockey-Nationalmannschaften sowie jahrelang die Kölner Haie. Bekanntlich hat der FC aktuell mit einer Verletzungsmisere zu kämpfen, vor allem Muskelverletzungen traten gehäuft auf. Doch wie zu erfahren war, steht eine Zusammenarbeit des FC mit Greskowiak aktuell nicht zur Disposition. Sobek war vielmehr einst Greskowiaks Ausbilder an der Deutschen Sporthochschule in Köln, beide schätzen sich und tauschen sich regelmäßig aus. Es wird folglich derzeit keine weiteren Veränderungen im Stab von Kwasniok geben, der nach nur zwei Siegen aus den vergangenen 15 Spielen zunehmend in der Kritik steht.
Der Vorstand hat sich allerdings am Sonntag öffentlich vor den Trainer gestellt, dabei aber auch selbst den Druck erhöht. „Die aktuelle Punktausbeute zeigt keinen guten Trend auf. Entscheidend ist jetzt der Umgang damit “, sagte Sobek und ergänzte: „Jetzt geht es darum, gemeinsam die richtigen Stellschrauben zu justieren und die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen.“ (LW)

