Abo

Einsatz in SiegburgPolizei stoppt FC-Fans auf dem Weg nach Stuttgart

3 min
FC-Fans halten Schals in die Höhe.

Der FC muss in Stuttgart auf die aktive Fanszene verzichten.

Die Anreise zum Spiel in Stuttgart endete für Hunderte FC-Fans in Siegburg. Die Polizei verhinderte ein mögliches Treffen mit Gladbach-Anhängern.

Die Reise zum Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart fand für mehrere Hundert Fans des 1. FC Köln am Karnevalssamstag (14. Februar 2026) ein vorzeitiges Ende in Siegburg. Dort wurden zahlreiche Fans des FC von der Polizei gestoppt und einer Kontrolle unterzogen. 

Informationen aus Fankreisen zufolge waren zwölf Busse von der Maßnahme betroffen. Die Polizei sprach dagegen von „fünf bis sechs“ Bussen. Während die Gruppe in Richtung Süden fuhr, befand sich eine Reisegruppe mit Anhängern von Borussia Mönchengladbach auf derselben Strecke. Diese waren auf dem Weg zum Parallelspiel bei Eintracht Frankfurt. Berichten zufolge fuhren die Kölner Busse den Rasthof Siegburg an, während die Busse der Gladbach-Fans ihre Fahrt fortsetzten. Ein direktes Aufeinandertreffen der rivalisierenden Gruppen wurde so vermieden.

Sorge vor Auseinandersetzung zwischen Kölner und Gladbacher Fans

Auf dem Rastplatz wurden die Kölner Fans anschließend von Polizisten und Polizistinnen umstellt. Nach Diskussionen kam es zu Durchsuchungen. Der Einsatz, der fast zwei Stunden andauerte, endete für die FC-Fans mit der Anweisung, die Fahrt nicht fortzusetzen. Zudem wurde ihnen ein Betretungsverbot für das Stadion in Stuttgart erteilt.

Ein Sprecher der Polizei bestätigte den Vorgang und erklärte: „Wir begleiten die Fans zurück nach Köln.“ Aus dem Umfeld der Fans wurde berichtet, dass fast 2000 Ultras des FC betroffen seien, was bedeuten würde, dass fast die gesamte aktive Fanszene in Stuttgart fehlen wird. Die Polizei gab hingegen an: „Es waren fünf bis sechs Busse betroffen, darin saßen weit unter 1000 Fans.“ Der FC sprach von 700 Fans.

Laut Polizeiangaben wurden die Maßnahmen ergriffen, um Eskalationen zu vermeiden, da sich unter den kontrollierten Personen auch sogenannte Problemfans befunden haben sollen. Die Situation werde aufgrund der Rivalität zwischen den Anhängern von Köln und Gladbach genau beobachtet. Ein Teil der zurückgewiesenen Ultras plante, stattdessen das Spiel der Regionalliga-Mannschaft des FC II gegen Lotte um 14 Uhr im Franz-Kremer-Stadion zu besuchen.

Bereits im Vorfeld der Partie hatte der 1. FC Köln eine Warnung bezüglich der Anreise ausgesprochen. Diese bezog sich jedoch auf den Zugverkehr: „Wir raten Euch dringend von einer Bahnreise zum Auswärtsspiel in Stuttgart ab, da es im Anschluss keine vernünftige Verbindung zurück nach Köln geben wird.“

Da das Spiel voraussichtlich nicht vor 20.15 Uhr beendet sein wird, ist die einzige Zugverbindung mit einer regulären Fahrzeit für Reisende aus Köln schwer zu erreichen. Anhängerinnen und Anhänger müssten bereits um 20.49 Uhr den Zug für die Rückfahrt nehmen. Spätere Züge um 21.11 Uhr und 23.13 Uhr haben deutlich längere Fahrzeiten. Die Verbindung um 21.11 Uhr erfordert vier Umstiege und dauert fünfeinhalb Stunden. Mit dem Zug um 23.13 Uhr würde man bei einem Umstieg erst gegen 6 Uhr morgens in Köln ankommen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.