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„Wäre nicht verdient gewesen“TV-Experte bemängelt schwache Leistung des FC

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Thomas Hitzlsperger mit Mikro in der Hand.

Thomas Hitzlsperger fand nach dem FC-Spiel kritische Worte.

Beim Gastspiel in Augsburg konnte der 1. FC Köln nicht punkten, da die Mannschaft eine weitgehend ungefährliche Leistung bot. Thomas Hitzlsperger, der als Experte für Sky tätig ist, äußerte sich im Anschluss kritisch.

Die Punkteausbeute der letzten vier Bundesliga-Partien ist mit nur einem Zähler gering. Hinzu kommen drei Niederlagen auf fremdem Platz nacheinander. Dem 1. FC Köln gelingt es momentan auswärts nicht, die für den Verbleib in der Liga wichtigen Punkte zu sichern.

Am Freitag (27. Februar 2026) konnte die Kölner Mannschaft gegen den FC Augsburg eine Halbzeit lang ein Unentschieden halten, doch ein Moment der Unaufmerksamkeit führte zum Rückstand. Das Team erholte sich davon bis zum Ende nicht mehr. Der TV-Experte  Thomas Hitzlsperger (43) zeigte sich daher bei Sky sehr enttäuscht über die Vorstellung bei der 0:2-Niederlage.

Anerkennung von Hitzlsperger für Kwasnioks Selbstkritik

Einen positiven Aspekt sah der ehemalige Nationalspieler (52 Einsätze) aber doch: die Analyse des Spiels von FC-Trainer Lukas Kwasniok (44). Dieser räumte ein, dass die momentane Lage und die Niederlage in Augsburg für ihn und die Mannschaft schwer zu verarbeiten seien, sie hätten daran „zu knabbern“. Kwasniok machte deutlich, dass die Anspannung nun zunimmt: „Jetzt ist klar, dass der Druck etwas größer wird“.

„Er hat sich schon sehr selbstkritisch gezeigt. Das ist nicht selbstverständlich, aber ich fand das sehr angenehm“, so Hitzlspergers Kommentar zum Interview des Kölner Trainers am Sky-Mikrofon direkt nach dem Spielende. Die Leistung des Teams in den 90 Minuten davor konnte den früheren Profi jedoch weniger beeindrucken.

„Das erste Gegentor, das ist einfach nur Begleitschutz, da greifen sie nicht stark genug ein“, bemängelte Hitzlsperger das Abwehrverhalten auf dem linken Flügel. Insbesondere Marius Bülter (32) agierte zu passiv gegen Noahkai Banks (19), der die Vorlage zum Tor gab.

Die taktische Vorgabe der Kölner sei damit hinfällig gewesen, eine alternative Strategie schien es aber nicht zu geben. Hitzlsperger führte aus: „Sie haben kaum Chancen herausgearbeitet. Du kannst hier auf 0:0 spielen, das kannst du machen, dann musst du aber besser verteidigen. Und dann hast du ein Problem, wenn du dann nur mit langen Bällen kommst und kaum die Chancen erarbeitest.“

Trotz des Rückstands in der 55. Minute und der verbleibenden Spielzeit konnte der FC kaum Torgefahr entwickeln. Eine späte Möglichkeit zum Ausgleich für die Gäste ergab sich kurz vor Spielende doch noch. Dies lag aber nur an einem misslungenen Klärungsversuch von Keven Schlotterbeck (28) auf der Torlinie des eigenen Teams.

„Das wäre nicht verdient gewesen“, lautete das Urteil von Hitzlsperger, der an der Leistung der Kölner an diesem Freitag fast nichts Gutes finden konnte. Der FC möchte es nun am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen Borussia Dortmund besser machen und zugleich die Serie von Niederlagen in Spitzenspielen beenden. (red)