Mittelfeldspieler Dejan Ljubicic kehrt Zagreb schon wieder den Rücken und wechselt zu Schalke. Stürmer Imad Rondic wird an Münster ausgeliehen.
Wieder WechselEx-Kölner Ljubicic und Rondic stehen vor Zweitliga-Duell

Imad Rondic (l.) und Dejan Ljubicic im Februar 2025 im Trikot des 1. FC Köln
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In der Rückrunde der vergangenen Saison liefen Dejan Ljubicic und Imad Rondic noch gemeinsam für den 1. FC Köln in der 2. Bundesliga auf, überzeugten aber nur selten. Kurz darauf trennen sich ihre Wege, doch schon bald könnten sich beide Profis als Gegenspieler in deutschen Unterhaus gegenüberstehen.
Am Dienstagvormittag machte der FC Schalke 04 die Verpflichtung von Ljubicic offiziell, der im Sommer 2021 von Rapid Wien nach Köln gewechselt war. Der österreichische Mittelfeldspieler war erst im vergangenen Sommer ablösefrei vom FC zu Dinamo Zagreb gewechselt war. Die Zeit in Kroatien verlief für den 28-Jährigen jedoch nicht wie geplant. Aufstiegsaspirant Schalke soll rund 750.000 Euro Ablöse nach Zagreb überweisen, hinzu kommen leistungsabhängige Bonuszahlungen. Ljubicic unterschrieb beim Tabellenführer einen Vertrag bis 2028.
Ljubicic verlässt Zagreb offenbar auch aus privaten Gründen schon wieder
„Für mich ist Schalke 04 in der aktuellen Situation eine super Herausforderung. Mir ist von den Schalker Verantwortlichen in sehr guten Gesprächen erklärt worden, wo sie mich sehen und wie ich eine Verstärkung für die Mannschaft werden kann. Dafür werde ich ab dem ersten Tag mein Bestes geben“, sagt Ljubicic. Youri Mulder, Profifußball-Direktor der Königsblauen, hebt insbesondere die Vielseitigkeit des Neuzugangs hervor.
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Ljubicic' schneller Abschied aus Zagreb hatte zuletzt für Spekulationen gesorgt. Dinamo-Präsident Zvonimir Boban betonte in einer offiziellen Mitteilung, dass neben sportlichen auch private Gründe ausschlaggebend für die Rückkehr des gebürtigen Wieners nach Deutschland gewesen seien.
FC muss weiterhin Teile von Rondic' üppigem Gehalt tragen
Auch für Rondic startet schon wieder ein neues Kapitel. Der Bosnier, der zuletzt in Polen für Rakow Częstochowa unter Vertrag stand, wird sich Zweitligist Preußen Münster anschließen. Der Angreifer blickt auf ein enttäuschendes Halbjahr in Polen zurück. Für Leihklub Rakow blieb er ohne eine einzige Torbeteiligung, wurde aus dem Trainingsbetrieb der ersten Mannschaft herausgenommen und zur zweiten Mannschaft versetzt. Münster leiht den 26-Jährigen bis zum Saisonende aus, allerdings ohne Kaufoption.
Wir bedauern sehr, dass die Leihe nach Polen sportlich nicht so verlaufen ist, wie sich das alle erhofft hatten. Mit dem Wechsel nach Münster erhält Imad nun die Chance, regelmäßig Spielzeit zu bekommen
Zudem trägt der 1. FC Köln weiterhin große Teile seines Gehalts, das bei rund 60.000 Euro monatlich liegen soll. Doch eine langfristige Perspektive in Köln hat Rondic nicht, der von Ex-Sport-Geschäftsführer Christian Keller im vergangenen Winter für rund 1,5 Millionen Euro Ablöse aus Lodz verpflichtet und mit einem Vierjahresvertrag bis 2029 ausgestattet worden war. Der FC hofft, dass sich nun Rondic' eingebrochener Marktwert etwas erholt.
„Wir bedauern sehr, dass die Leihe nach Polen sportlich nicht so verlaufen ist, wie sich alle Beteiligten das im Vorfeld erhofft hatten. Mit dem Wechsel zu Preußen Münster erhält Imad nun für die kommenden Monate die Chance, regelmäßig Spielzeit zu bekommen und auf dem Platz Verantwortung zu übernehmen. Wir hoffen, dass er dort mit seinen Leistungen einen positiven Einfluss auf die Mannschaft nehmen kann und seinen Teil dazu beiträgt, die sportlichen Ziele von Münster zu erreichen. Für diese neue Aufgabe wünschen wir ihm viel Erfolg“, sagt FC-Geschäftsführer Thomas Kessler.

