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Kommentar zum WM-Test
Kein Grund zum Hadern

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2 min
Der Spieler Niclas Füllkrug von Werder Bremen bejubelt seinen Sieg bringenden Treffer im Test-Länderspiel am Mittwoch im Oman.

Niclas Füllkrug jubelt über seinen Treffer im Spiel gegen den Oman.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft tat sich schwer beim 1:0-Erfolg im letzten WM-Test im Oman. Doch Grund zum Hadern gibt es nicht.

Es sah bisweilen einschläfernd und lustlos aus, was die deutsche Nationalelf am Mittwochabend im Oman so mit dem Ball anstellte, wenn sie ihn denn hatte. Vor allem Leroy Sané schien rückfällig geworden zu sein, indem er seine schwache Leistung mit der für ihn typischen, längst überwunden geglaubten, griesgrämigen Körpersprache garnierte, die auch Kai Havertz häufig kopierte.

Nichts deutete darauf hin, dass vor allem diese beiden Spieler zuletzt im Formhoch über Fußballplätze segelten. Zudem führten die Konter der Weltranglisten-75. aus dem Oman in erstaunliche Freiflächen vor dem deutschen Tor, in dem es auch hätte einschlagen können, was bei nur einem selbst erzielten Tor eine Blamage gewesen wäre. Und dennoch war es nur ein Test nach einem Transfer vom deutschen Herbst in die Hitze der arabischen Halbinsel.

Inspiration des famosen Jamal Musiala fehlte

Gegen einen laufstarken Gegner, der die Gäste aus dem kühlen Norden nervte. Was gut ist für eine Probe und ja auch Erkenntnisse bringt, womit sie dann eine Rechtfertigung erhält. Fest steht, dass der im Oman aufgebotenen deutschen Mannschaft die Inspiration des famosen Jamal Musiala fehlte, das Schlitzohrige des treffsicheren Serge Gnabry und die Raffinesse von Thomas Müller. Und ein Abwehr-Stratege mit robuster Körperlichkeit, für die Antonio Rüdiger steht.

Allenfalls die Folge aus dieser Tatsache fühlt sich etwas bedenklich an – dass also ihre Ersatzleute zumindest derzeit noch an ihrer Form arbeiten müssen. Aber genau dafür ist ab Samstag das Training vor Ort in Katar da.

Kurzum: Grund zum Hadern gibt es nicht, trotz des mageren 1:0-Erfolgs im Oman.