Brasilien startet mit einem 1:1 gegen Marokko in die WM. Ein Traumtor von Vinícius Júnior rettet der Seleção einen Punkt.
Traumtor verhindert FehlstartVinícius Júnior sichert Brasilien ein 1:1 gegen Marokko

Vinícius Júnior (l.) ist Brasiliens große Offensiv-Hoffnung bei der WM.
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Ein sehenswertes Tor von Vinícius Júnior hat Rekordweltmeister Brasilien vor einer Auftaktniederlage bei der Fußball-WM bewahrt. Beim 1:1 (1:1) Unentschieden gegen Marokko in East Rutherford sorgte der Angreifer von Real Madrid in der 32. Minute für den Ausgleich. Zuvor hatte Ismael Saibari, der beim FC Bayern im Gespräch ist, den amtierenden Afrikameister in Führung gebracht (21.).
Für Brasilien, dessen letzter von fünf WM-Triumphen 24 Jahre zurückliegt, war es ein durchwachsener Beginn des Turniers in den USA, Kanada und Mexiko, bei dem die Seleção nicht zu den Top-Favoriten gezählt wird. Den anspruchsvollen Auftakt vor 80.663 Zuschauern gegen den WM-Vierten von 2022, der als härtester Gegner in Gruppe C gilt, meisterte die Mannschaft jedoch ohne Niederlage.
Marokko mit starkem Beginn und verdienter Führung
In der ersten halben Stunde trat Marokko selbstbewusst auf, während Brasilien unkonzentriert agierte. Die nordafrikanische Mannschaft übernahm die Initiative, wohingegen die Südamerikaner sich zahlreiche Ungenauigkeiten leisteten und dem Gegner viel Raum gewährten. Dies beobachteten sowohl der brasilianische Trainer Carlo Ancelotti als auch der verletzte Neymar, der nicht zum Aufgebot zählte, aber auf der Bank Platz genommen hatte.

Marokkos Ismael Saibari wird vom FC Bayern München umworben.
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Der Führungstreffer für Marokko war die logische Folge. Nach einem exzellenten Steilpass von Real-Madrid-Star Brahim Díaz überwand Saibari Torhüter Alisson mit einem Heber zum 1:0. Der 25-jährige Offensivakteur der PSV Eindhoven, der beim FC Bayern München gehandelt wird, demonstrierte mit dieser Aktion seine Klasse.
Vinícius Júnior antwortet mit wuchtigem Schuss
Brasilien war nun gefordert, und Vinícius Júnior lieferte die passende Reaktion. Sein Ausgleichstreffer zum 1:1 fiel zwar unerwartet, war aber äußerst sehenswert. Nach einer Einzelaktion auf dem linken Flügel traf er mit einem kraftvollen Schuss in die rechte Ecke.
Durch das Tor und die Gesten von Vinícius Júnior verbesserte sich die Stimmung unter den mehrheitlich brasilianischen Zuschauern im Stadion. Kurz vor dem Pausenpfiff wehrte Marokkos Torwart Bono zudem einen Seitfallzieher von Lucas Paquetá ab.
Brasilien nach der Pause dominant, aber ohne Siegtreffer
Nach Wiederanpfiff trat Brasilien wesentlich kontrollierter auf. Igor Thiago fand in Bono seinen Meister (52.), und Raphinha verfehlte eine scharfe Hereingabe aus kurzer Distanz nur knapp (67.). Marokko hingegen agierte nun zurückhaltender und entwickelte kaum noch Offensivaktionen.
Auch in der Endphase war der Rekordweltmeister, bei dem mittlerweile der frühere Bundesligaspieler Matheus Cunha stürmte, dem Sieg näher. Raphinha hatte zwei weitere gute Gelegenheiten vor dem marokkanischen Tor. Am Ende musste sich Brasilien jedoch mit dem Unentschieden zufriedengeben. Im zweiten Gruppenspiel trifft Brasilien auf Haiti, während Marokko gegen Schottland antritt. (dpa/red)
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