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„Dortmund wird es ähnlich sehen“Simon Rolfes über drohendes deutsches Duell in der Champions League

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24.01.2026, Nordrhein-Westfalen, Leverkusen: Fußball: Bundesliga, Bayer Leverkusen - Werder Bremen, 19. Spieltag, BayArena, Simon Rolfes (Leverkusen), Geschäftsführer Sport. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Simon Rolfes, Geschäftsführer Sport bei Bayer 04 Leverkusen.

Bayer 04 erwartet in den Champions-League-Playoffs Olympiakos Piräus oder Borussia Dortmund nach dem 3:0 gegen Villarreal.

Bayer 04 hatte am letzten Spieltag der Ligaphase in der Champions League ein forderndes Endspiel um den Einzug in die Play-offs erwartet. Es wurde aber mehr oder weniger ein Spaziergang, schon zur Pause war die Partie gefühlt entschieden. Am Ende stand ein 3:0 gegen einen indisponierten FC Villarreal und sogar der Sprung unter die Top 16, was ein Heimspiel im Rückspiel der Playoffs zur Folge hat.

Gegner wird dann eine Mannschaft sein, gegen die Leverkusen in dieser Saison bereits gespielt hat: Olympiakos Piräus oder Borussia Dortmund. „Wir sind froh, haben ein ganz gutes, fokussiertes Spiel gemacht – von der ersten Minute an mit Kontrolle gespielt“, sagte Trainer Kasper Hjulmand. „Ein 3:0 ist gut, auch wenn wir noch mehr Tore hätte machen können. Es war spielerisch ein Schritt nach vorne und wir haben ein erstes Saisonziel erreicht.“

Dass Villareal, mit zuvor nur einem Punkt aus sieben Spielen längst ausgeschieden, die Partie in Leverkusen mit nicht allzu großem Ernst angehen würde, wurde bereits beim Blick auf die Startelf klar. Trainer Marcelino änderte seine Aufstellung nach dem 0:2 gegen Real Madrid auf acht Positionen – inklusive Torhüter. Dennoch kam Bayer schleppend in die Partie. Hjulmand, der in Malik Tillman und Equi Fernández zwei Änderungen nach dem 1:0 gegen Bremen vorgenommen hatte, gestikulierte bereits nach wenigen Minuten, dass ihm das Balltempo nicht schnell genug war. Zudem misslangen viele Aktionen im letzten Spieldrittel. Beispielhaft dafür stand die Entscheidungsfindung von Alejandro Grimaldo nach Traumpass von Aleix García. Der Spanier entschied sich für einen Querpass, der nicht ankam, anstatt bei freier Bahn selbst abzuschließen.

Das stellte aber kein Problem dar, weil der spanische Tabellenvierte eine Hilfestellung nach der anderen lieferte. Die Krönung bot Keeper Arnau Tenas, der sich viel zu viel Zeit am Ball ließ. Der nicht für seine außerordentlich hohe Schnelligkeit bekannte Tillman hielt den Fuß in den zu spät ausgeführten Befreiungsschlag – 1:0 (12.). Hjulmand zeigte seinem Team direkt an, weiter Vollgas zu geben und sich nicht auf der Führung auszuruhen. Die Passqualität war aber auch in der Folge stark verbesserungswürdig. Doch Villarreal – das war früh zu erkennen – war an diesem Abend der Champions League einfach nicht würdig. Körpersprache, Stellungsspiel, Zweikampfverhalten, Spiel mit Ball – alles mangelhaft. So konnten sich die Leverkusener von Minute zu Minute mehr Sicherheit holen, was nach den drei Niederlagen zum Start in 2026 gerade recht kam.

Toller Volley von Malik Tillman

Der sehr spielfreudige Ibrahim Maza scheiterte erst am Pfosten, von dort prallte der Ball an den Rücken des Keepers und an die Latte – bitter, aber verschmerzbar. Die nächsten Chancen ließen nicht lange auf sich warten. Erneut war es Tillman, der mit einer fantastischen Volleyabnahme nach Kopfballablage von Patrik Schick noch vor der Halbzeitpause das hochverdiente 2:0 besorgte. Auch wenn Villarreal nach zwei Wechseln nun etwas beherzter spielte, änderte sich am Grundbild der Partie nichts. Und so erhöhte Alejandro Grimaldo mit einem technisch feinen Volley auf 3:0. Der Rest war Kräfte sparen für die kommenden Wochen.

Am Samstag geht in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt weiter. Der Februar steht dann im Zeichen der Pokalwettbewerbe. Im Viertelfinale des DFB-Pokals geht es gegen St.Pauli. Ende Februar (17./18. und 24./25) warten die Playoffs der Königsklasse. Ob der Gegner Piräus oder Dortmund heißt, wird am Freitag ausgelost. „Ich glaube Dortmund wird es ähnlich sehen, dass es in der Champions League schon schöner wäre, gegen einen internationalen Gegner zu spielen“, sagte Sportgeschäftsführer Simon Rolfes zu seinen Präferenzen beim Los.

Leverkusen: Blaswich - Quansah, Andrich, Badé - Vázquez (62. Arthur), Equi Fernández, Garcia (70. Palacios), Grimaldo (89. Tapsoba) - Tillman, Schick (62. Kofane), Maza (70. Poku); Villarreal: Tenas - Navarro, Marin, Veiga, Cardona - Buchanan (46. López), Comesana (83. Gueye), Partey (46. Mikautadze), Diatta (66. Parejo) - Oluwaseyi, Pepe (69. Budesca); Schiedsrichter: Eskås (Norwegen); Tore: 1:0 Tillman (12.), 2:0 Tillman (35.), 3:0 Grimaldo (57.); Zuschauer: 30.210.