Nach einer Saison mit drei Trainern holen die BR Volleys den zehnten Meistertitel in Folge und trinken Bier aus Schuhen.
Bier aus dem SchuhBR Volleys feiern zehnte Meisterschaft in Serie gegen Lüneburg

Bei den BR Volleys gab es das Sieger-Bier aus den Turnschuhen.
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Die BR Volleys haben zum zehnten Mal in Folge die deutsche Volleyball-Meisterschaft errungen. Nach einem 3:1-Sieg gegen den Rivalen SVG Lüneburg, der die „Best of Five“-Finalserie entschied, zelebrierten die Berliner den Titelgewinn mit einem ungewöhnlichen Ritual: Sie tranken Bier aus ihren Schuhen.

Nach dem verwandelten Matchball: Florian Krage-Brewitz (M, Berlin Volleys) jubelt mit den Teamkollegen über den Sieg.
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Der insgesamt 16. Titelgewinn des Rekordmeisters wurde von den Spielern aus der Hauptstadt ausgelassen zelebriert, die sich mit Meister-T-Shirts, Fischerhüten und Sonnenbrillen ausgestattet hatten. In der LKH-Arena in Lüneburg zeugten goldenes Konfetti in Lachen aus Sekt und Bier von der Siegesfeier. Die Rückfahrt nach Berlin trat die Mannschaft noch in der Nacht mit dem Bus an. Eine Feier gemeinsam mit den Anhängern ist für den kommenden Samstag angesetzt.
Kapitän Schott: „Der Weg war unwahrscheinlich schwer“
„Der Weg war dieses Jahr unwahrscheinlich schwer für uns“, äußerte Kapitän Ruben Schott im Moment des Sieges. Die Saison war von Rückschlägen geprägt: In der Liga-Hauptrunde landete das Team hinter Lüneburg lediglich auf dem zweiten Rang. Auch international lief es nicht nach Plan, als die Volleys nach dem Ausscheiden aus der Champions League auch im CEV-Pokal im Viertelfinale scheiterten. Zudem endete der Weg im nationalen Pokalwettbewerb bereits in der Vorschlussrunde.

Die BR Volleys feierten den 16. Titelgewinn, es war die bereits zehnte Meisterschaft in Serie.
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Zum entscheidenden Zeitpunkt der Spielzeit fanden die Berliner jedoch wieder zu ihrer Bestform. Diese Einschätzung teilte auch Geschäftsführer Kaweh Niroomand. Unmittelbar nach dem verwandelten Matchball erklärte er: „In der Halbfinalserie gegen den VfB Friedrichshafen haben wir zu unserer eigentlichen Form gefunden“.
Drei Trainer in einer Saison
Eine Schlüsselfigur auf dem Weg zum Titel war Trainer Markus Steuerwald. Der 37-jährige frühere Nationalspieler, der zuvor als Co-Trainer fungierte, übernahm die Mannschaftsleitung vor dem dritten und entscheidenden Halbfinale gegen Friedrichshafen. Sein Vorgänger, der Brasilianer Alexandre Leal, war aus familiären Gründen zurückgetreten. Leal selbst hatte erst im Januar die Position von Joel Banks übernommen, von dem sich der Verein getrennt hatte.

Berlins Meister-Trainer Markus Steuerwald übernahm in den Playoffs die Verantwortung.
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„Wie die Mannschaft in den letzten zwei Wochen gearbeitet hat, war wirklich besonders. Wir haben gemeinsam die paar mehr Prozent rausgekitzelt, die diesen Titel möglich machen“, kommentierte Steuerwald seinen vierten Erfolg im vierten Playoff-Einsatz. Anerkennung erhielt er umgehend vom Team zurück. Mittelblocker Florian Krage-Brewitz sagte: „Markus kannte die Mannschaft. Er wusste, was die Spieler brauchten“.
Punktelieferant Hanes verlässt den Verein
Für die kommende Spielzeit wird Steuerwald die Position des Cheftrainers bei den Grizzlys im niedersächsischen Giesen übernehmen. Am Abend des Meisterschaftsgewinns gab es jedoch auch eine weniger erfreuliche Nachricht. Der Diagonalangreifer und wichtige Punktesammler Jake Hanes wird den Klub ebenfalls verlassen. Geschäftsführer Niroomand teilte dem Streamingdienst Dyn mit, der 28-jährige US-Amerikaner habe „tolle Angebote aus dem Ausland und wird uns leider verlassen“. Gerüchte über einen möglichen Wechsel des Spielers nach Griechenland kursierten zuletzt.

Ruben Schott (r) und Arthur Wehner (beide Berlin Volleys) feiern den Titelgewinn.
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Trotz des Erfolges ist die Gier nach weiteren Trophäen beim Rekordmeister von der Spree ungebrochen. Dies stellt für Geschäftsführer Niroomand sowohl eine Herausforderung als auch einen Anreiz dar. „Eine solche Wackelsaison darf es nicht mehr geben“, verlangte der 73-jährige Funktionär, der zusätzlich die Olympiabewerbung Berlins leitet. Die Konkurrenz wird stärker, wie Florian Krage-Brewitz anmerkte. Über seinen früheren Verein, bei dem er sich zum Spitzenspieler entwickelte, sagte er: „Lüneburg wird immer besser.“ (dpa/red)
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