Darts-Profi Martin Schindler verteidigt seinen formschwachen Kollegen Pietreczko und findet deutliche Worte für die Kritiker.
Darts-Star rechnet abSchindler nennt Kritik an Teamkollegen „absolut scheiße“

Martin Schindler (r) schimpft über die Kritiker von Ricardo Pietreczko.
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Martin Schindler, ein deutscher Darts-Professional, hat sich vehement gegen die Beanstandungen an seinem Teamkollegen Ricardo Pietreczko gewandt, der aktuell eine Formkrise durchlebt. Nach dem erfolgreichen 4:0-Start bei der Team-Weltmeisterschaft in Frankfurt am Main gegen die Philippinen äußerte Schindler: «Ich muss sagen, ich finde das wirklich echt anmaßend und auch, wenn man so sagen darf, absolut scheiße, dass Leute von draußen sich das anmaßen, über diese Situation zu urteilen».
Im Jahr 2026 hatte Pietreczko auf der Tour mitunter sehr schwache Vorstellungen geboten, die er selbst auf Symptome von «Dartitis» zurückführte. Dieser Begriff beschreibt eine psychische Sperre, welche bei Darts-Akteuren Schwierigkeiten beim Loslassen des Pfeils verursacht. Angesichts seiner diesjährigen Formschwäche wurde die Nominierung von Pietreczko für die Team-Weltmeisterschaft kontrovers diskutiert. In der Weltrangliste firmiert der Spieler, der den Spitznamen «Pikachu» aus dem Pokémon-Universum trägt, jedoch weiterhin als die Nummer zwei in Deutschland nach Schindler.
Schindler verteidigt seinen Teamkollegen
Schindler nahm seinen Partner nachdrücklich in Schutz. «Es ist nicht so, dass Ricardo das mit Absicht macht - ganz im Gegenteil. Ricardo kämpft dagegen und ich finde das sehr, sehr toll und ich habe dafür auch Respekt, dass er dagegen kämpft», erklärte Schindler und bekräftigte: «Er hat sich diesen Platz verdient.»
Während des klaren Sieges gegen das Team der Philippinen lieferte Pietreczko an der Seite seines herausragend spielenden Kollegen Schindler eine anständige Vorstellung ab. Sein Mentalcoach habe ihm Unterstützung geboten und sei maßgeblich dafür verantwortlich, «dass ich das vom Kopf her wieder hinkriege, dass ich wieder meinen normalen Wurf habe», erläuterte Pietreczko.
Einzug ins Achtelfinale gegen Neuseeland möglich
Für Schindler und Pietreczko besteht am heutigen Abend (21.40 Uhr) die Chance, sich in ihrer Dreiergruppe durch einen Erfolg über Neuseeland für das Achtelfinale der Team-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Im Vorjahr unterlag das deutsche Gespann erst in der Vorschlussrunde den Akteuren aus Nordirland, welche sich später den Gesamtsieg sicherten. (dpa/red)
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