Inmitten der Unruhe im Verband: Eisschnelllauf-Ikone Claudia Pechstein wird zur neuen Bundestrainerin ernannt.
Neuer Posten für PechsteinDie Olympiasiegerin wird Bundestrainerin im Eisschnelllauf

Die ehemalige Eisschnelläuferin Claudia Pechstein wird Bundestrainerin Allround. (Archivbild)
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Pechstein wird Bundestrainerin: Olympiasiegerin übernimmt Allround-Team
Eine neue Aufgabe für Claudia Pechstein: Die fünffache Olympiasiegerin im Eisschnelllauf bekleidet bis zum Ende des Jahres die Position der Bundestrainerin für den Allround-Bereich. Diese Information wurde von der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) mitgeteilt. Ihre Tätigkeit als Bundesstützpunkt-Trainerin in Inzell wird Pechstein parallel weiterführen. Gleichzeitig wurde Andreas Kraus, zusätzlich zu seiner Rolle als Nachwuchscoach, kommissarisch zum Bundestrainer für den Sprint ernannt.

Beendete 2025 ihre Karriere: Claudia Pechstein. (Archivbild)
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„Beide Trainer genießen unser volles Vertrauen. Die Entscheidung gibt dem Verband und dem deutschen Eisschnelllauf Planungssicherheit bis zum Jahresende. Bis dahin haben wir ausreichend Zeit, um einen geordneten Bewerbungsprozess durchzuführen und uns für die Trainer zu entscheiden, die unsere Sportlerinnen und Sportler zu Olympia 2030 führen werden“, erläuterte Matthias Große, der Präsident der DESG und Ehemann von Pechstein.
Kontroverse um Vorgänger Contin
Die Nachfolge von Alexis Contin tritt die 54-jährige Pechstein an. Contin soll in seinem Heimatland Frankreich die Nationalmannschaft im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2030 weiterentwickeln. Während der Wettkämpfe in Mailand war Contin in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, da der Athlet Fridtjof Petzold eine zerrüttete Beziehung zum Trainer öffentlich gemacht hatte.
Diese Anschuldigungen wurden von Nadine Seidenglanz, der DESG-Sportdirektorin und Contins Ehefrau, dementiert. Der Verband konnte bei den Spielen erneut keine Medaille gewinnen, was das vierte Mal nacheinander der Fall war. Ihre eigene aktive Laufbahn hatte Pechstein im vergangenen Jahr abgeschlossen.
Anhaltende Unruhe im Verband
Im Umfeld der DESG gab es seit den Olympischen Spielen erhebliche Turbulenzen. Ein Bericht der „Sportschau“ zu Beginn der Wettkämpfe in Italien erregte große Aufmerksamkeit. Darin ging es um mutmaßliche Missstände innerhalb der DESG sowie eine angespannte Beziehung zwischen manchen Sportlern und der Führung des Verbandes.
Die Leitung des Verbandes erteilte bei einem Pressetermin im Anschluss an die Spiele zwei Journalisten der ARD ein Hausverbot, was starke öffentliche Kritik hervorrief. Die Führung der DESG bestreitet die Anschuldigungen weiterhin. (dpa/red)
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