Kehrtwende im Fall SalaStatt Millionen-Entschädigung muss Cardiff City nun zahlen

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Emiliano Sala

Nach dem tragischen Tod des Fußballers Emiliano Sala muss der FC Nantes keine Entschädigung an den walisischen Club Cardiff zahlen (Archivbild).

Ein französisches Gericht hat die millionenschwere Schadensersatzforderung von Cardiff City gegen den FC Nantes im Fall des verstorbenen Fußballers Emiliano Sala zurückgewiesen.

Im Rechtsstreit um den Tod des argentinischen Fußballers Emiliano Sala hat ein Gericht die Klage von Cardiff City auf Entschädigung abgewiesen. Das Handelsgericht in Nantes sprach den französischen Club FC Nantes von jeglicher Schuld am Flugzeugabsturz frei, bei dem der Profi ums Leben kam, wie die „dpa“ meldet. Das Unglück ereignete sich vor sieben Jahren.

Darüber hinaus befand das Gericht, dass dem FC Nantes ein ideeller Schaden entstanden sei, und sprach dem französischen Verein eine Zahlung von 480.000 Euro durch Cardiff City zu.

Klageforderung belief sich auf 120 Millionen Euro

Der walisische Club hatte die Klage im Jahr 2023 eingereicht und eine Summe von circa 120 Millionen Euro als Ausgleich für entgangene Einnahmen verlangt. Nach Ansicht des Vereins resultierte dieser finanzielle Verlust aus dem Ableben des Spielers, dessen Transfer von Nantes nach Cardiff kurz vor dem tragischen Ereignis abgeschlossen worden war.

Am 21. Januar 2019 stürzte das Kleinflugzeug mit dem damals 28-jährigen Spieler an Bord über dem Ärmelkanal ab. Er befand sich auf dem Weg zu seiner ersten Trainingseinheit bei seinem neuen Verein in Wales. Die Entscheidung für einen Charterflug traf Sala, um sich ausgiebiger von seinen früheren Mannschaftskameraden verabschieden zu können.

Hintergründe des Absturzes und verurteilter Organisator

Die Ursache des Unglücks waren gravierende Mängel bei der Sicherheit. Dem Piloten der Maschine fehlten Berichten zufolge die notwendigen Lizenzen für kommerzielle Flüge sowie für Flüge bei Nacht. Ein von der BBC publik gemachtes Telefongespräch legt nahe, dass er über technische Defekte des Flugzeugs informiert war. Aufgrund der Gefährdung der Flugsicherheit wurde der für die Organisation des Fluges verantwortliche Geschäftsmann schon früher zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten verurteilt. (red)

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