Bei den „Enhanced Games“ in Las Vegas jagen Sportler mit erlaubtem Doping Rekorde für ein Preisgeld von einer Million Dollar.
Legales Dopen für RekordeBei den Enhanced Games starten auch zwei deutsche Athleten

Der Schwimmer Marius Kusch ist einer von zwei deutschen Sportlern bei den Enhanced Games.
Copyright: Maximilian Haupt/dpa
Bei den kontroversen Enhanced Games in Las Vegas kommen erlaubte Dopingmittel zum Einsatz. Für das Brechen von Rekorden winkt eine Prämie von einer Million Dollar.
Die Premiere der sogenannten Enhanced Games steht unter dem Leitgedanken, für hohe Preisgelder und neue Weltrekorde legal leistungssteigernde Mittel einzusetzen. In Las Vegas werden in der Nacht zum Montag (0.30 Uhr MESZ) 42 Athletinnen und Athleten in Wettbewerben wie dem Sprint, Gewichtheben und Schwimmen erwartet. Davon haben 38 Teilnehmende über einen Zeitraum von acht Wochen ärztlich überwacht Substanzen konsumiert, darunter Testosteron, Wachstumshormone oder Steroide, deren Gebrauch üblicherweise untersagt ist. Darunter sind auch zwei Deutsche: der Schwimmer Marius Kusch sowie der Sprinter Mike Bryan. Für das Aufstellen einer neuen globalen Bestmarke ist neben der Startgage eine Belohnung von einer Million US-Dollar ausgelobt.
Fred Kerley gibt an, ohne leistungssteigernde Mittel anzutreten
Zu den bekanntesten Athleten des Wettbewerbs zählt der amerikanische Sprinter Fred Kerley. Der Weltmeister über 100 Meter aus dem Jahr 2022 erklärt, keine leistungssteigernden Substanzen konsumiert zu haben. Seine Teilnahme habe sich auf die medizinischen Tests und die Vorbereitung im Trainingslager der Enhanced Games in Abu Dhabi beschränkt. Aufgrund mehrfach versäumter Dopingtests ist Kerley aktuell für die Dauer von zwei Jahren für offizielle Leichtathletik-Veranstaltungen gesperrt.

US-Sprinter Fred Kerley sagt, er tritt bei den Enhanced Games an, ohne Dopingmittel eingenommen zu haben.
Copyright: Maximilian Haupt/dpa
Organisatoren halten sich zu Substanzen bedeckt
Die Organisatoren der Enhanced Games geben keine Auskunft darüber, welche Sportler spezifische Mittel eingenommen haben. Veröffentlicht wurde nur die Information, dass 91 Prozent der Teilnehmenden Testosteron und 79 Prozent Wachstumshormone verabreicht bekamen. Ebenso äußerten sich die Organisatoren nicht zur Vergütung der Sportler. Es wird von den Athleten allerdings angenommen, dass die Verdienste jeweils im mindestens sechsstelligen Bereich liegen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.