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„La Monumental“Ikonische Steilkurve der Formel 1 nimmt Formen an – Fans begeistert

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Die Bauarbeiten für die neue Formel-1-Strecke in Madrid sind in vollem Gange.

Die Bauarbeiten für die neue Formel-1-Strecke in Madrid sind in vollem Gange.

Knapp sechs Monate vor dem ersten Rennen laufen die Arbeiten auf der Baustelle in Madrid auf Hochtouren.

Die Bauarbeiten für den neuen Formel-1-Kurs in Madrid schreiten zügig voran. Besonders die berühmte Steilkurve nimmt konkrete Formen an. Bis zum ersten Grand Prix im September 2026 sind es nur noch knapp sechs Monate – und der „Madring“ wird bereits jetzt als einer der spektakulärsten Neuzugänge auf dem Kalender gehandelt.

Der Hybridkurs auf dem IFEMA-Messegelände und den angrenzenden Straßen verbindet temporäre Abschnitte mit permanenten Anlagen. Mit einer Länge von 5,47 Kilometern und 20 bis 22 Kurven verspricht er hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 220 km/h.

Ein besonderes Highlight ist Kurve 12: „La Monumental“. Die 550 Meter lange, halbkreisförmige Steilkurve mit 24 Prozent Neigung (was etwa 13,5 Grad entspricht) erinnert mit ihrem Design an eine Stierkampfarena. Grandstands mit Platz für bis zu 45.000 Zuschauer säumen diesen Abschnitt – ein echtes Spektakel für Fans und Fernsehzuschauer.

Formel 1: „La Monumental“ auf den Spuren von Eau Rouge in Spa

Die Kurve ist so ausgelegt, dass die aktuellen Boliden der Königsklasse mit ihren aktiven Aerodynamik-Elementen und dem neuen Antriebsstrang dort mit hoher Geschwindigkeit durchfahren können. Designer sprechen von einer Mischung aus Zandvoort-Bankings und klassischen Oval-Elementen.

Die Bauarbeiten für die neue Formel-1-Strecke in Madrid sind in vollem Gange.

Die Bauarbeiten für die neue Formel-1-Strecke in Madrid sind in vollem Gange.

Die Strecke beginnt mit einer engen Schikane, gefolgt von Hochgeschwindigkeitspassagen (bis zu 340 km/h in Kurve 4) und Tunneln. Nach der Monumental-Kurve gibt es eine weitere Überholmöglichkeit in Kurve 13. Insgesamt sind vier bis fünf echte Überholzonen geplant. Damit bildet der Madring einen klaren Kontrast zu vielen modernen Strecken, die oft als „Prozessionskurse“ kritisiert werden. Der Madring soll das genaue Gegenteil bieten: Action, Geschwindigkeit und ein einzigartiges Layout, das die neuen Reglementänderungen 2026 optimal ausnutzt.

Der Veranstalter liegt deutlich vor dem Zeitplan. Trotz anfänglicher Kritik vonseiten der Umwelt- und Anwohnerschaft (Verkehr, Lärm, Flächenverbrauch) verlaufen die Arbeiten ohne größere Verzögerungen. Testfahrten mit anderen Rennserien sind bereits im Gespräch.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst zehn Jahren. Formel-1-Fans auf der ganzen Welt sind begeistert, denn die Steilkurve könnte zu einem der ikonischsten Momente der Saison werden – ähnlich wie die Eau Rouge in Spa oder die Bankings in Zandvoort. Fahrer wie Max Verstappen oder Charles Leclerc werden hier voraussichtlich mit minimalem Gaslift durchrauschen und dabei enorme G-Kräfte aushalten. Für die Teams bedeutet das neue Herausforderungen beim Setup und beim Reifenmanagement. (mbr)