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Wunderjunge nicht zu stoppenAntonelli siegt in Monaco, Verstappen scheidet früh aus

4 min
Grand Prix von Monaco

Unaufhaltsam auch in Monaco: WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli.

Historischer Sieg in Monaco: Der 19-jährige Kimi Antonelli gewinnt, während Max Verstappen mit Motorproblemen früh aufgibt.

Der 19-jährige Kimi Antonelli siegt als jüngster Fahrer in Monaco und baut seine WM-Führung aus. Für Max Verstappen ist das Rennen früh beendet.

Kimi Antonelli, das aufstrebende Talent der Formel 1, behielt seine italienische Fahne selbst in der Fürstenloge von Albert II. in Monaco bei sich. Der 19-jährige Mercedes-Fahrer feierte zuvor ausgelassen seinen fünften Triumph in Folge bei dem traditionsreichen Grand Prix und ist damit der jüngste Sieger in der Geschichte des Stadtkurses von Monte-Carlo. Weder Fahrbahnschäden noch eine ausgedehnte Unterbrechung des Rennens konnten den Italiener aufhalten, der seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft weiter ausbaut. „«Es war ein unglaubliches Wochenende»“, äußerte sich Antonelli begeistert.

Die Ränge zwei und drei gingen an Lewis Hamilton im Ferrari sowie den Red-Bull-Fahrer Isack Hadjar. Mit seinem achten Podiumsplatz in Monaco zog Hamilton mit der Bestmarke von Ayrton Senna gleich. Ein möglicher Podiumserfolg für den Monegassen Charles Leclerc im zweiten Ferrari endete durch einen Unfall zehn Runden vor dem Rennende.

Antonelli trotz WM-Führung zurückhaltend

Für Red-Bull-Star Max Verstappen war das Rennen frühzeitig gelaufen, als ihn technische Schwierigkeiten am Motor von der zweiten Startposition ans Feldende zurückwarfen. George Russell, Antonellis Teamkollege, konnte das Tempo ebenfalls nicht mitgehen und erhielt nach einer Durchfahrtsstrafe keine Punkte. Nach sechs Läufen zur Saison beträgt der Vorsprung des Italieners in der WM-Klassifikation bereits 66 Punkte auf den nun zweitplatzierten Hamilton. „«Es ist noch eine lange Saison, da ist noch nichts vorbei»“, gab sich Antonelli dennoch bescheiden.

In seiner Wahlheimat Monaco blieben Nico Hülkenberg im Audi die ersten Weltmeisterschaftspunkte dieser Saison verwehrt, bedingt durch eine nachträgliche Sanktion. Obwohl der 38-Jährige die Ziellinie als Neunter überquerte, führte eine Zehn-Sekunden-Strafe dazu, dass er auf den 14. Platz zurückfiel. Aufgrund von Beschädigungen der Fahrbahnoberfläche ordneten die Verantwortlichen zehn Runden vor Schluss eine Unterbrechung von 37 Minuten an.

Souveräner Start und Verstappens frühes Aus

Zu Beginn des Rennwochenendes wurde Ferrari von den Wettbewerbern noch als Favorit gehandelt. Der hochfliegende Antonelli zeigte jedoch im entscheidenden Qualifying eine herausragende Runde, angetrieben von seiner Erfolgsserie. Beim Start bewies der Italiener dann Nervenstärke und ließ keine der anfänglichen Saisonschwächen erkennen.

Max Verstappen, der aus der ersten Reihe neben dem Führenden der Weltmeisterschaft startete, riet Antonelli im Spaß, beim Start eine Sekunde zu zögern. Ironischerweise war es der Niederländer selbst, der nicht starten konnte. Nach einer Reihe von Kraftausdrücken über den Boxenfunk stellte er die Frage: „«Was soll ich jetzt machen?»“ Die Replik lautete: „«Komm einfach nach Hause.»“

Wenig später beendete Verstappen das Rennen und stieg in der Boxengasse aus seinem Fahrzeug. „«Schon am Start war das Gefühl vom Motor her nicht gut. Keine Power auf den ersten Metern»“, erklärte der vierfache Champion gegenüber Sky. Er fügte hinzu, dass er sich direkt in sein nur 500 Meter entferntes Apartment zurückziehen werde.

Prominenz am Rande der Rennstrecke

Dadurch übernahm Ferrari-Star Hamilton die zweite Position hinter dem enteilenden Antonelli. Dies geschah vor den Augen des Reality-TV-Stars Kim Kardashian, mit der der Brite in den letzten Wochen wiederholt privat gesehen wurde. Vermutlich auf Einladung Hamiltons erhöhten Kardashian und ihre Schwester Khloe die Anzahl der prominenten Gäste im Fürstentum. Am Streckenrand verfolgten auch die Hollywood-Stars Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones sowie die Fußball-Weltmeister Mario Götze, Mats Hummels und Lukas Podolski das Rennen.

Frédéric Vasseur, der Teamchef von Ferrari, war ebenfalls wieder im Fahrerlager anwesend. Aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden hatte der Franzose den Samstag zur Beobachtung in einem Krankenhaus verbracht. Das Team machte keine näheren Angaben zu den Umständen. Während des Rennens nahm der 58-Jährige seinen Platz am Kommandostand wieder ein.

Vasseur beobachtete, wie Hamilton und sein Teamkollege Leclerc zunächst sicher auf Kurs zu einem Podiumsplatz lagen. Eine Gefahr für den an der Spitze fahrenden Antonelli stellte das Ferrari-Duo jedoch nicht dar. Der Vorsprung des jungen Fahrers im Silberpfeil vergrößerte sich kontinuierlich, während er makellose Runden um den von unzähligen Luxusjachten gesäumten Hafen drehte.

Strafen und technisches Pech im Feld

Im Gegensatz dazu leisteten sich Hamilton und Russell Fehler, als sie bei ihren Boxenstopps die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse überschritten und dafür jeweils eine Fünf-Sekunden-Strafe erhielten. Für den Vorjahressieger Lando Norris war das Rennen sogar frühzeitig beendet. Der amtierende Weltmeister musste seinen McLaren, ähnlich wie schon in Kanada, aufgrund eines technischen Problems parken. Sein Team, das nach interner Zählung seinen 1.000. Grand Prix bestritt, läuft Gefahr, die Titelverteidigung in beiden Meisterschaften frühzeitig zu verfehlen.

Eine Safety-Car-Phase wurde ausgelöst, nachdem Lance Stroll in der 60. Runde mit seinem Aston Martin in die Streckenbegrenzung fuhr. Unmittelbar nach der Wiederaufnahme des Rennens verlor Leclerc die Herrschaft über sein Fahrzeug. Daraufhin unterbrachen die Rennkommissare den Grand Prix, um die Fahrbahnschäden in Kurve 19 zu untersuchen. Nach einer Pause von fast 40 Minuten wurde das Rennen mit einem stehenden Start fortgesetzt, doch Antonelli verteidigte seine Führung souverän bis ins Ziel. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.