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Vor der Partie gegen WiedenbrückFortuna Köln will eigenem Anspruch gerecht werden

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KevRauhut

Keeper Kevin Rauhut kehrt nach einer Verletzung im Spiel gegen Lotte ins Team zurück.

Köln – Das Ende aller Aufstiegshoffnungen traf den Trainer des SC Fortuna Köln nicht ganz unvorbereitet. Alexander Ende wusste, dass die Situation in der Spitzengruppe der Fußball-Regionalliga West „wahrscheinlich nicht einfacher“ wird, wenn in Roman Prokoph nur noch ein etatmäßiger Stürmer zur Verfügung steht. „Der Abgang von Julian Günther-Schmidt hat uns wehgetan“, stellt der 41-jährige Coach nach dessen Wintertransfer zum 1. FC Saarbrücken klar.

Er betont aber auch sein Vertrauen in das übrige Personal. Nach nur zwei Punkten aus den vergangenen Spielen gegen Homberg (0:0), Lotte (2:2), in Wuppertal (0:2) und zuletzt bei RW Essen (0:2) ist der ehemalige Tabellendritte auf Rang fünf gestürzt. Das wollen die Südstädter im Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück wieder korrigieren. Für Coach Ende gelten keine Ausreden mehr: Er wusste zwar, dass seinem personell geschwächten Team nach dem dominanten Auftritt beim 2:1 im Derby gegen die U 21 des 1.  FC Köln in den englischen Wochen die Kräfte ausgehen würden. „Uns hat die Frische im Kopf und im Körper gefehlt“, erklärt er.

Suche nach den Lücken

Seinen Ärger über die Art, wie sein Team von der erfolgversprechenden und offensiven Spielweise abrückte, möchte er am Samstag ab 14 Uhr im Südstadion vergessen. „Es hat gutgetan, dass wir eine ganze Woche für die Vorbereitung auf Wiedenbrück hatten“, stellt Ende klar, „fußballerisch haben wir nämlich einen ganz anderen Anspruch.“ Es gehe nicht darum, „auf Teufel komm raus“ in die Tiefe zu spielen, sondern den Gegner über Ballbesitz zu bewegen und die Lücken in der Wiedenbrücker Defensive zu finden.

Lanius ist als Chef gefragt

In der Pflicht sieht der Coach hier nicht nur seinen einzigen, echten Stürmer Roman Prokoph (elf Tore, aber seit vier Spielen ohne Treffer). Nach der Rückkehr von Kevin Rauhut nennt er auch den Keeper in einer Achse mit Dominik Lanius, Nico Brandenburger, Maik Kegel und eben Prokoph. Rauhut wird nach seiner Fußverletzung aus dem Lotte-Spiel wieder zwischen den Pfosten stehen. Lanius ist als Abwehrchef gefragt, weil Kapitän Jannik Löhden gesperrt ist und in der Schaltzentrale lässt der Coach offen, ob Brandenburger und/oder Kegel mit Timo Hölscher die Fäden ziehen werden.

Gegen den Tabellenzwölften erwartet die Fortuna ein harter Brocken. Das weiß Ende nicht nur wegen des 4:4 im Hinspiel. Auch gegen die Topteams aus Essen (0:0) und Dortmund II (2:2) verlor der SCW nicht. „Wir müssen unseren Mut wiederfinden und die defensiven Fehler abstellen“, fordert Ende, „dann kommen wir zurück in die Spur“.

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Auch wenn in der Südstadt nun die letzten, kleinen Aufstiegs-Hoffnungen begraben wurden, seien Trainer und Mannschaft motiviert. Schließlich geht es schon um 2021/22. „Wir wollen Dinge für die nächste Saison vorbereiten und uns in der Spitze statt in der Breite besser aufstellen“, erklärt Ende. Die Personalplanungen könnten das zentrale offensive Mittelfeld und die Günther-Schmidt-Nachfolge betreffen. „Wir haben einige Ideen und können das ein oder andere vielleicht bald festzurren“, so der Coach.