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Zverev greift nach dem TitelFünf Gründe, warum es bei den French Open klappen könnte

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French Open

Alexander Zverev ist in Paris auf Titelmission

Die Konkurrenz ist geschwächt, das Spiel stark: Für Alexander Zverev ist der Titel bei den French Open zum Greifen nah.

Für Alexander Zverev könnte bei den French Open der Moment gekommen sein, denn der Leitspruch „Jetzt oder nie“ wirkt für seine derzeitige Turnierphase treffend. Der deutsche Tennisprofi zeigt nach außen hin allerdings eine abweichende Taktik, mit der er bisher erfolgreich war. Sein Vorhaben ist jedoch klar definiert: Der erste Grand-Slam-Sieg soll bei seiner 41. Teilnahme errungen werden. Es gibt diverse Faktoren, die für einen Erfolg in diesem Jahr sprechen.

Zverevs Position im Turnier gestaltet sich günstig. Zwei seiner Hauptkonkurrenten, Jannik Sinner und Novak Djokovic, sind schon nicht mehr im Wettbewerb vertreten. Carlos Alcaraz wiederum musste seine Teilnahme aufgrund einer Verletzung von vornherein absagen.

Geringerer Widerstand im Halbfinale

Sein Gegner im Halbfinale, der 20 Jahre alte Jakub Mensik, gilt als begabt, besitzt jedoch kaum Routine bei bedeutenden Turnieren. Darüber hinaus bestehen Zweifel an seiner vollständigen körperlichen Verfassung für das Spiel am Freitag. Wegen eines Krampfes im Bein musste er die Pressekonferenz im Anschluss an das Viertelfinale kurzzeitig unterbrechen. Schon nach seinem Sieg in der zweiten Runde, der über viereinhalb Stunden dauerte, war er von Krämpfen heimgesucht worden und auf dem Spielfeld kollabiert. „Zu der Zeit war ich nur froh, dass ich am Leben war“, äußerte Mensik zu diesem Vorfall.

Zverevs spielerische Überlegenheit

In Paris erweist sich Zverevs Aufschlag als zuverlässig. Der 1,98 Meter große Sportler weist unter allen Halbfinalteilnehmern die höchste Gewinnquote bei eigenem Aufschlagspiel auf (92 Prozent). Zudem erreichte er mit seinem ersten Service die schnellste durchschnittliche Geschwindigkeit (207 Kilometer pro Stunde). Seine Rückhand wurde von Tennis-Ikone Andre Agassi als „wohl die beste, die wir je im Tennis gesehen haben“ beschrieben. Der ehemalige Profi John McEnroe fügte bei Eurosport im Hinblick auf seine Vorhand hinzu: „Darauf haben wir drei, vier Jahre gewartet.“

Zverevs Vorsatz vor Saisonbeginn, couragierter und offensiver aufzutreten, hat sich ausgezahlt. Auf Sand, seinem bevorzugten Belag, funktionierte diese Strategie bisher: Er kontrollierte alle seine Partien in Paris und musste während des gesamten Turniers lediglich einen Satzverlust hinnehmen.

Psychische Festigkeit

Der Erwartungsdruck bezüglich des Titelgewinns ist deutlich. McEnroes Bewertung lautet: „Wenn er es jetzt nicht gewinnt, dann gewinnt er es wahrscheinlich nie“. Solche Überlegungen lässt Zverev aber nicht zu und wiederholt wie ein Mantra: „Ich muss meinem Spiel und mir selbst vertrauen.“ Durch diese „Von-Match-zu-Match“-Haltung konnte er bislang exzessives Nachdenken verhindern. Dies geschah, obwohl Boris Becker darauf hinwies, dass mit zwei Ruhetagen vor dem Halbfinale das „Kopfkino“ einsetzen könnte. Auch zwei verhaltene Anfänge im Achtel- sowie Viertelfinale konnten den gebürtigen Hamburger nicht verunsichern.

Zunehmende Routine

Zverev nimmt die nachrückenden jungen Spieler wie Mensik (20), Rafael Jódar (19) und João Fonseca (19) wahr. Er hob allerdings hervor, dass man mit zunehmendem Alter und größerer Routine von selbst „mehr Waffen in seinem Spiel“ erhalte. Taktisch habe er ebenfalls viel aus Niederlagen und Enttäuschungen gelernt. Solche Rückschläge erlebte Zverev mehrfach, auch in Paris: die Finalniederlage gegen Alcaraz vor zwei Jahren und die gravierende Fußverletzung 2022 während der Partie gegen Rafael Nadal. Diese Erfahrungen könnten seine Überzeugung gestärkt haben: ‚Jetzt bin ich dran!‘

Das Umfeld als Stabilitätsfaktor

Früher stand Zverev häufig in der Kritik, weil er sich mit zu vielen Angehörigen und Freunden umgab. Im Angesicht des enormen Drucks erweist sich diese „Wohlfühl-Oase“ aber anscheinend als passende Strategie. Sein Vater, seine Mutter, sein Bruder und seine Freunde begleiten ihn in Paris und nehmen jeweils eine Funktion ein. Selbst Dackel Mishka ist anwesend. Seine Freundin Sophia Thomalla kann aus beruflichen Gründen nicht dabei sein und wird aus Rücksicht auf Zverevs Aberglauben einem eventuellen Endspiel am Sonntag fernbleiben. Für eine Feier im Falle eines Grand-Slam-Sieges würde sie aber nachkommen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.