Keine Lizenz für die 3. Liga: Dem TSV 1860 München droht der Abstieg, weil Investor Hasan Ismaik nicht zahlt.
Keine Lizenz für 1860Traditionsverein stürzt nach Finanzzoff in die Regionalliga

Hasan Ismaik machte den «Löwen» zuletzt noch Hoffnungen. (Archivbild)
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Der Abstieg in die Fußball-Regionalliga steht dem TSV 1860 München bevor, da der Klub laut eigener Mitteilung die Spielberechtigung für die 3. Liga nicht erhält. Für den Verein wäre dies das zweite Mal seit 2017. Der Traditionsklub konnte dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) den notwendigen Nachweis der Liquidität nicht bis zur Frist am Mittwochnachmittag um 17.00 Uhr bereitstellen.
„Ursächlich dafür ist eine nicht erfüllte Finanzierungszusage unseres Gesellschafters Hasan Ismaik und der mit ihm verbundenen Unternehmen“, so die Mitteilung des Vereins, der aktuell noch in der dritten Liga spielt. Für den Klub, der die sportliche Qualifikation für ein weiteres Jahr in der Drittklassigkeit erreicht hatte, ist dies eine Wiederholung der Ereignisse.
Finanzierung durch Investor Ismaik scheitert
Berichten zufolge fehlt für die Lizenzerteilung eine Summe von 2,7 Millionen Euro. Eine endgültige Prüfung des Vorgangs durch den DFB steht noch aus. Laut „Süddeutscher Zeitung“ äußerte sich Investor Hasan Ismaik, der seit 2011 bei dem Klub engagiert ist, per Whatsapp mit den Worten: „Sad day (trauriger Tag).“

Kurz vor seinem Einstieg hatte Hasan Ismaik (r) noch richtig Spaß beim TSV 1860 München. (Archivbild)
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An einem düsteren Tag für die „Löwen“ sagte Geschäftsführer Manfred Paula: „Ich bedauere die Nichteinhaltung der Finanzierungszusage durch den Gesellschafter HAM International. Bis zuletzt war ich fest davon überzeugt, dass eine Lösung im Interesse der Profifußball-Gesellschaft gefunden werden kann. Dieser Wunsch hat sich leider nicht erfüllt.“ Er fügte hinzu, dass man nun die gesamte Kraft darauf konzentrieren werde, ein konkurrenzfähiges Team für die bayerische Regionalliga zusammenzustellen.
Wiederholung der Ereignisse von 2017
Eine ähnliche Situation ereignete sich schon im Jahr 2017. Damals verweigerte Ismaik, ein bekannter Gegner der 50+1-Regel, nach dem Abstieg des Vereins aus der zweithöchsten deutschen Spielklasse die Zahlung von etwa 10 Millionen Euro, die für die Drittliga-Lizenz erforderlich gewesen wäre. Infolgedessen war der TSV 1860 zu einem Neustart in der Regionalliga gezwungen.
Im aktuellen Fall kam es ebenfalls zu keiner Übereinkunft, nachdem Ismaik für die Lizenzierung erforderliche Darlehensverträge aufkündigte und dem Stammverein eine Liste mit Forderungen vorlegte.
Zusammenarbeit mit Insolvenz-Spezialisten
„Die Geschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA arbeitet eng mit erfahrenen Sachverständigen und Beratern aus den Bereichen Insolvenzrecht zusammen“, hieß es in einer Mitteilung der „Löwen“. Als Absicht wurde formuliert, „den Geschäftsbetrieb unter Wahrung der Rechte und Interessen der Gesellschaft geordnet aufrechtzuerhalten und gemeinsam mit unseren Sponsoringpartnern eine tragfähige Perspektive für die Zukunft zu entwickeln.“ (dpa/red)
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