Ewa Pajor schießt den FC Barcelona zum Champions-League-Sieg gegen Lyon. Für Jule Brand gab es eine bittere Niederlage.
Barça verteidigt TitelKatalaninnen gewinnen das Finale der Champions League 4:0

Riesenjubel bei der Ex-Wolfsburgerin Ewa Pajor nach dem Königsklassen-Finale.
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Im Finale der Königsklasse trafen zwei Ex-Wolfsburgerinnen aufeinander. Während Ewa Pajor mit Barcelona triumphierte, erlebte Jule Brand eine schmerzhafte Niederlage.
Die Emotionen im Osloer Ullevaal Stadion hätten unterschiedlicher nicht sein können. Auf der einen Seite Jule Brand mit versteinerter Miene, auf der anderen eine euphorische Ewa Pajor, die mit der polnischen Flagge und dem Pokal feierte. Für die zwei ehemaligen Spielerinnen aus Wolfsburg endete das Endspiel der Frauen-Champions-League denkbar gegensätzlich. Nachdem Olympique Lyon mit Brand dem FC Barcelona eine Halbzeit lang standhielt, siegten die Katalaninnen am Ende deutlich mit 4:0 (0:0), maßgeblich durch Pajors Leistung.
«Das ist der beste Tag in meinem Leben. Meine Familie ist hier und ich bin sehr glücklich. Es ist ein spezieller Tag und er wird es für immer bleiben», äußerte die polnische Nationalspielerin. «Es ist ein unglaubliches Gefühl.»
Pajor als entscheidende Spielerin und Torschützenkönigin
Pajor war die Wegbereiterin für den vierten Titelgewinn von Barça nach den Erfolgen in den Jahren 2021, 2023 und 2024. Mit ihren Treffern zehn und elf in der Königsklasse (55. und 69. Minute) sicherte sie sich zudem den Titel der Torschützenkönigin. In einem qualitativ hochwertigen Finale vor einer Kulisse von 24.258 Zuschauern sorgte Salma Paralluelo (90./90.+3) für den Endstand.

Der FC Barcelona und Torjägerin Ewa Pajor (Mitte) jubeln.
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Die Mannschaft um die Stars Alexia Putellas und Aitana Bonmatí agierte äußerst effizient. Jule Brand konnte sich nur selten in Szene setzen. Eine ihrer wenigen Aktionen war ein Schuss aus spitzem Winkel über das Tor nach etwa 30 Minuten. Für die 23-jährige Pfälzerin, die 73-mal für Deutschland spielte, war es nicht die erste Finalerfahrung gegen Barcelona; bereits 2023 unterlag sie im Trikot des VfL Wolfsburg (2:3), verfolgte die Partie jedoch von der Ersatzbank aus.
Verbale Auseinandersetzung nach dem Spiel
Die Spielerinnen aus Barcelona, die im Semifinale den FC Bayern besiegt hatten, eroberten die Trophäe zurück. Im Vorjahr hatten sie das Endspiel noch gegen den FC Arsenal verloren. Olympique Lyon behält mit acht Titeln weiterhin den Status des Rekordchampions.
Eine Bemerkung mit spitzer Zunge in Richtung des französischen Vereins kam von Spaniens Nationaltorhüterin Cata Coll. Die 25-Jährige richtete ihre Worte an die US-Milliardärin Michele Kang, welche die Eigentümerin des Frauenteams von Lyon ist: «Geld kann nicht alles kaufen».
«Ich möchte mich nicht in ihre Kontroverse einmischen. Sie haben gewonnen. Man muss ihnen einfach gratulieren. Und wenn sie sich auf solche Dinge einlassen will, dann ist das nicht mein Problem», erwiderte Wendie Renard, die Kapitänin von Olympique. «Ich denke, bei OL haben wir die Dinge immer korrekt gehandhabt. Wir haben immer hart gearbeitet.»
Barcelonas Dominanz trotz finanzieller Hürden
Obwohl Barcelona als das weltweit führende Vereinsteam angesehen wird, bleiben die Frauen nicht von den enormen Schulden der Männerabteilung des katalanischen Clubs unberührt. Eine Untersuchung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte zeigt, dass in der Saison 2024/25 der FC Arsenal (25,6 Millionen Euro) und der FC Chelsea (25,4) höhere Umsätze erzielten als Barcelona (22,0).
Trotzdem konnten die Katalaninnen den Gewinn des Triples feiern. Weltfußballerin Bonmatí erklärte: «Dieser Club hat etwas Besonderes und diese Mannschaft steht für das Talent der Spielerinnen. Es gibt welche, die gehen, andere kommen. Aber wir bewahren unsere Identität und deshalb gewinnen wir weiter». Das spanische Nachrichtenportal «As» betitelte den Erfolg mit den Worten: «Unangefochtene Königinnen von Europa».(dpa/red)
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