Der FC Bayern entgeht gegen Heidenheim nur knapp einer Blamage. Ein Tor in der Nachspielzeit rettet dem Rekordmeister ein 3:3.
Wahnsinn in NachspielzeitBayern rettet spätes 3:3-Remis gegen Schlusslicht Heidenheim

Fassungslos nach dem späten Gegentor: Heidenheims Mikkel Kaufmann am Boden nach dem 3:3.
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Ein Tor von Michael Olise in der zehnten Minute der Nachspielzeit hat den FC Bayern vor einer Bundesliga-Niederlage bewahrt. Der französische Spieler sicherte seiner Mannschaft damit das 3:3 (1:2) Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim, den Letzten der Tabelle. Die Begegnung ereignete sich nur vier Tage nach der 4:5-Niederlage im Champions-League-Spiel bei Paris Saint-Germain.
Der Ausgleichstreffer fiel auf unglückliche Weise für die Gäste: Olises Schuss traf den Pfosten, sprang von dort gegen den Rücken des Keepers Diant Ramaj und rollte ins Tor. Dieses Resultat bedeutete einen schmerzlichen Abschluss für das 100. Bundesligaspiel des Vereins aus Heidenheim. Ein einzelner Zähler ist im Abstiegskampf womöglich nicht ausreichend, sodass der Abstieg bereits am kommenden Sonntag rechnerisch feststehen könnte.
Die Mannschaft von Coach Frank Schmidt stand lange kurz vor einer großen Überraschung. Dank der Tore von Budu Siwsiwadse (22., 76. Minute) sowie Eren Dinkçi (31.) lag Heidenheim mit 2:0 und später 3:2 vorn. Die Münchner schafften es jedoch nach vier Einwechslungen in der Halbzeitpause – es kamen Harry Kane, Michael Olise, Luis Díaz und Joshua Kimmich – zurück ins Spiel, ähnlich wie beim 4:3 in Mainz, erreichten diesmal aber nur ein Unentschieden.
Doppelpacks von Goretzka und Siwsiwadse
Auch Nationalspieler Leon Goretzka war vor Olises spätem Tor zweifach erfolgreich. Der 31-Jährige verkürzte zunächst mit einem direkten Freistoß in der 44. Minute auf 1:2. Anschließend markierte er in der 57. Minute nach einem Eckball per Volley den 2:2-Ausgleich. Joshua Kimmich hatte Pech, als sein Schuss in der 67. Minute nur die Querlatte traf und so die mögliche Führung verhinderte.

Eren Dinkçi schiebt den Ball zum Heidenheimer 2:0 ins Tor.
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Trainer Vincent Kompany zog die erwarteten Konsequenzen aus der anstrengenden Partie in Paris. Vier Tage vor dem entscheidenden Rückspiel im Halbfinale verordnete der Münchner Trainer seinen wichtigsten Spielern eine Pause. Er nahm sieben Änderungen in der Startformation vor, weshalb Kapitän Manuel Neuer und Joshua Kimmich sowie das torgefährliche Trio Kane, Olise und Díaz zunächst auf der Ersatzbank saßen.

Leon Goretzka in Jubelpose nach seinem wunderbaren Freistoßtreffer.
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Die umfangreichen Personalwechsel zeigten, ähnlich dem Spiel in Mainz mit der Aufholjagd von einem 0:3-Rückstand, deutliche Effekte. Die stark veränderte bayerische Elf, zu der der 18 Jahre alte Bara Sapoko Ndiaye und das Sturmduo Jamal Musiala und Nicolas Jackson zählten, hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte daraus aber kaum Kapital schlagen. Die Heidenheimer Defensive stand sicher und agierte nach 20 Minuten sehr aufmerksam.

Prominente Bayern-Bank: Harry Kane, Joshua Kimmich und Manuel Neuer (vl).
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Nach einem zunächst geklärten Eckball flankte Marnon Busch den Ball erneut in den Gefahrenbereich. Dort lenkte Angreifer Siwsiwadse das Spielgerät mit der linken Fußspitze ins Netz. Der Außenverteidiger Busch bereitete auch das 2:0 vor. Bei seinem weiten Pass stand Nationalspieler Jonathan Tah ungünstig, sodass Dinkçi an Bayern-Keeper Jonas Urbig vorbeiziehen und einschieben konnte.
Heidenheims großer Kampf im 100. Bundesligaspiel
„Mehr Außenseiter kann man nicht sein“, äußerte Heidenheims Trainer Schmidt vor der Partie. Sein Team demonstrierte jedoch eine beeindruckende Effizienz. Der von Schmidt erwähnte „Glaube an die Mini-Chance“ im Ringen um den Klassenerhalt war bei seinen Akteuren deutlich spürbar. Selbst nach der Einwechslung der Münchner Topspieler wie Kane und Olise ließ die Gegenwehr der Heimmannschaft nicht nach. Das späte 3:3 der Bayern war jedoch ein schwerer Schlag für die tapfer kämpfenden Heidenheimer. (dpa/red)
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