Oliver Baumann wurde von Manuel Neuer als Nummer 1 verdrängt, will aber trotz der Enttäuschung für das Team da sein.
„Anfangs war es natürlich hart“Baumann über Degradierung, schließt aber Rücktritt aus

Erneut starker Rückhalt: DFB-Torwart Oliver Baumann.
Copyright: Christian Charisius/dpa
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Oliver Baumann hat nach der unerwarteten Ernennung von Manuel Neuer zum Stammtorwart für die Weltmeisterschaft einen Rückzug aus der Nationalelf ausgeschlossen. „Anfangs war es natürlich hart. Das war nicht ganz cool von meinem Gefühl her“, gestand der Torhüter in Chicago. Diese Äußerung fiel nach dem 2:1-Sieg im finalen WM-Vorbereitungsspiel gegen den Mit-Gastgeber USA.
„Aber mir war sofort klar, dass ich fürs Team da sein werde und mitgehe. Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht, nicht herzukommen.“ Er bekräftigte gegenüber RTL, dass die WM auch für ihn ein wichtiges Turnier sei, an dem er teilnehmen wolle. Der 36-Jährige fügte hinzu: „Ich möchte der Mannschaft helfen. So habe ich es ja immer gesagt, habe das damals in der Quali so gesagt, so ist es jetzt auch. Ich möchte der Mannschaft helfen, möchte meinen Beitrag leisten und darum geht es. Voller Fokus auf mich und auf die Mannschaft, und alles andere ist außen vor.“
Neuer für WM-Auftaktspiel vorgesehen
Während der kompletten Qualifikation für die Weltmeisterschaft hatte Baumann das Tor der deutschen Mannschaft gehütet. Der Hoffenheimer kam überdies in den beiden abschließenden Vorbereitungsspielen gegen Finnland (4:0) sowie gegen die USA zum Einsatz, da Neuer verletzungsbedingt fehlte.
Im Eröffnungsspiel der WM am 14. Juni (19.00 Uhr/ARD und Magenta Sport) gegen Curaçao wird jedoch die Rückkehr des Münchner Keepers erwartet, der nach beinahe zwei Jahren wieder im Tor der Nationalelf stehen soll. „Er wird jetzt ins Mannschaftstraining einsteigen, so ist es geplant, wenn wir in Winston-Salem ankommen - und dann gegen Curaçao auch spielen“, kündigte Nagelsmann an. Er hatte den Weltmeister von 2014 erst vor Kurzem wieder in das Aufgebot berufen.
Anerkennung für Baumanns Teamgeist
Baumann unterstrich, dass die Beziehung zu seinem Konkurrenten intakt sei. „Unser Verhältnis ist gut, nach wie vor“, äußerte er zur Konstellation mit seinem Kollegen im Tor. „Wir werden beide alles für die Mannschaft und für den Erfolg tun.“
Auch Nagelsmann fand in Chicago lobende Worte für den Hoffenheimer Schlussmann, die sich nicht allein auf dessen überzeugende Vorstellung gegen die USA bezogen. „Er ist ein toller Mannschaftsspieler, hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, erklärte Nagelsmann. „In den letzten Wochen war es ja nicht leicht für ihn. Riesenkompliment. Er ist ein super Typ. Und ein sehr, sehr guter Torwart.“ (dpa/red)
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