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Ebola-Ausbruch im KongoNationalteam sagt WM-Trainingslager in Kinshasa ab

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Demokratische Republik Kongo

Erstmals seit 1974 wieder bei einer Fußball-WM dabei: die Demokratische Republik Kongo. (Archivbild)

Wegen des Ebola-Ausbruchs sagt die Nationalmannschaft des Kongo ihr Trainingslager in Kinshasa ab. Die WM-Vorbereitung findet nun im Ausland statt.

Die Nationalmannschaft aus der Demokratischen Republik Kongo hat ein angesetztes Trainingslager sowie eine Veranstaltung für Fans in der Landeshauptstadt Kinshasa annulliert. Grund ist der Ebola-Ausbruch im östlichen Teil des Landes. Die weitere Vorbereitung für die Fußball-Weltmeisterschaft soll nun im Ausland erfolgen, wie Teamsprecher Jerry Kalemo verlauten ließ.

Das Ebolafieber ist eine infektiöse Erkrankung mit potenziell tödlichem Verlauf. Die Übertragung des Virus erfolgt über Körperkontakt und den Austausch von Körperflüssigkeiten.

Laut WHO über 500 Verdachtsfälle

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) existieren im Kongo und Uganda mittlerweile über 500 Verdachtsfälle. Zusätzlich gibt es mehr als 130 angenommene Todesfälle durch Ebola, von denen die meisten den Kongo betreffen. Einige Dutzend dieser Fälle sind bisher labortechnisch nachgewiesen worden.

Wie Kalemo mitteilte, sollen die angesetzten WM-Testspiele jedoch planmäßig stattfinden: am 3. Juni im belgischen Lüttich gegen Dänemark und am 9. Juni in Südspanien gegen Chile. Nur der Aufenthalt in Kinshasa wurde annulliert. Bei der Weltmeisterschaft tritt die Mannschaft in der Gruppe K am 17. Juni in Houston zuerst gegen Portugal an. Die nachfolgenden Kontrahenten sind Kolumbien (23. Juni in Guadalajara) sowie Usbekistan (27. Juni in Atlanta).

Wieder bei einer WM nach 1974

Sämtliche Nationalspieler und auch der französische Coach Sébastien Desabre haben ihren Wohnsitz und Arbeitsplatz außerhalb des Staates in Zentralafrika. Die Mehrheit der professionellen Spieler ist bei französischen Vereinen vertraglich gebunden. Teammitglieder mit Sitz im Kongo werden das Land bald verlassen, ergänzte Kalemo. Die Teilnahme ist für die Demokratische Republik Kongo die erste seit dem Jahr 1974.

Der Fußball-Weltverband FIFA gab bekannt, die Lage genau zu beobachten und in enger Verbindung mit dem Verband des Kongo zu stehen. Damit soll gewährleistet werden, dass das Team und sein Betreuerstab über sämtliche medizinische sowie sicherheitsbezogene Richtlinien unterrichtet sind. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.