Abo

FIFA droht ÄrgerKalifornien ermittelt wegen irreführender Ticket-Praxis

2 min
Inglewood

Bei der WM gibt es Wirbel um die Preiskategorien der Tickets.

Kaliforniens Generalstaatsanwalt ermittelt gegen die FIFA wegen möglicher Täuschung beim Ticketverkauf für die WM 2026.

Rob Bonta, der Generalstaatsanwalt von Kalifornien, hat von der FIFA Aufklärung bezüglich möglicher irreführender Methoden beim Ticketverkauf für die Fußball-WM 2026 verlangt. Auf der Plattform X teilte Bonta mit, dass ein Schreiben an den Weltfußballverband übermittelt wurde, um potenzielle Verstöße gegen die Verbraucherschutzgesetze des Bundesstaates zu untersuchen.

Anlass für die Untersuchung sind Medienpublikationen, denen zufolge Eintrittskarten basierend auf spezifischen Sitzplatzkategorien, die in Stadionübersichten dargestellt waren, veräußert wurden. Berichten zufolge wurden diese Einteilungen später modifiziert, bevor die endgültigen Plätze zugeteilt wurden. Dies hatte zur Folge, dass viele Käufer Sitze erhielten, die qualitativ unter ihren Erwartungen lagen.

Käufer beklagen sich über Täuschung

Bonta mahnte an: „Transparenz und Fairness beim Kauf von Tickets für Veranstaltungen in unserem Bundesstaat“. In dem Brief, der auch auf der Internetseite seiner Behörde zugänglich gemacht wurde, wird Bonta wie folgt zitiert: „Einige Verbraucher haben berichtet, sie fühlten sich getäuscht, da die ihnen letztendlich zugewiesenen Plätze einer niedrigeren Kategorie angehörten, als es der Stadionsitzplan vermuten ließ, der ihnen zum Zeitpunkt des Kaufs vorlag.“

Die FIFA hatte ihrerseits bereits im April als Reaktion auf einen Artikel der „New York Times“ verlauten lassen, die gezeigten Pläne der Kategorien hätten lediglich als Orientierung für die Ticketkäufer gedient, um die ungefähre Position ihrer Sitze im Stadion einschätzen zu können.

Forderungen des Generalstaatsanwalts

In Bontas Mitteilung wurde betont, dass die Gesetzgebung in Kalifornien Konsumenten einen vergleichsweise robusten Schutz gewährt und Marketingmethoden untersagt, die geeignet sind, Verbraucher zu täuschen. Um zu klären, ob ein Gesetzesverstoß vorliegt, verlangt der Generalstaatsanwalt nun Auskünfte zum Verkauf der Eintrittskarten für die WM-Partien in Kalifornien. Hierzu zählen Details zur Darstellung der Sitzplatzbereiche, zu möglichen Abweichungen bei der finalen Platzvergabe sowie zur Handhabung von Problemen durch Erstattungen oder alternative Lösungen und welche zukünftigen Vorhaben hierzu existieren.

Unabhängig von der Debatte um die verschiedenen Preiskategorien ist die FIFA schon länger wegen der hohen Kosten für Eintrittskarten in der Kritik. Besonders die dynamische Preisbildung, bei der die Ticketpreise je nach aktueller Nachfrage steigen oder sinken, ist ein zentraler Punkt der Verärgerung. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.