Eine Studie zeigt: Viele Fußballfans schauen bei der WM nicht nur auf den Fernseher, sondern nutzen parallel ihr Handy.
Fußball nur NebensacheUmfrage: Nur wenige schauen ein Spiel ohne Ablenkung

Nebenbei mal daddeln: Während das Fußballspiel läuft, schauen viele Zuschauer nebenbei aufs Handy. (Symbolbild)
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Die Konzentration vieler Fans gilt nicht nur dem Spiel auf dem Fernseher. Eine aktuelle Erhebung enthüllt die verbreitete Nutzung von Zweitgeräten.
Eine erhebliche Anzahl von TV-Zuschauern verwendet während Fußballübertragungen parallel ihr Mobiltelefon. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Telekommunikationsunternehmens O2 Telefónica, für die 1.006 Handynutzer in Deutschland zwischen 18 und 75 Jahren befragt wurden. Nur ein Anteil von 24 Prozent der Teilnehmenden gab an, sich bei einer Partie ausschließlich auf das Fernsehbild zu fokussieren.
Nahezu die Hälfte der Befragten (48 Prozent) verwendet während der Spiele Messenger-Apps auf ihrem Smartphone zum Lesen und Senden von Nachrichten. Die Erhebung zeigt zudem, dass gut ein Drittel in sozialen Netzwerken unterwegs ist, während ungefähr jeder Vierte Anrufe tätigt oder Sprachmitteilungen versendet. Im Internet surft jeder Fünfte und dem Online-Einkauf geht jeder Sechste nach. Bei der Umfrage konnten die Teilnehmer mehrere Antworten geben.
Das Phänomen des zweiten Bildschirms
Der O2-Technikexperte Matthias Sauder deutet diese Ergebnisse als eine Entwicklung hin zum „Second Screen“, dem Wunsch nach einem zusätzlichen Display. „Die WM wird zum digitalen Live-Ereignis auf mehreren Bildschirmen: Fans schauen, chatten, streamen, teilen – und shoppen sogar parallel“, so Sauder.
Der Fußballsport gilt als einer der Hauptfaktoren für den Anstieg der mobilen Datennutzung. Sobald Partien angepfiffen werden, erhöht sich das Datenaufkommen im Netz signifikant. Verantwortlich dafür sind nicht allein Live-Übertragungen des Events, sondern ebenso die gleichzeitigen Online-Aktivitäten der Fans.
Nächtliche Anstoßzeiten durch Zeitunterschied
Am 11. Juni startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika mit der Begegnung Mexiko gegen Südafrika; das Endspiel ist für den 19. Juli terminiert. Wegen des Zeitunterschieds werden zahlreiche Partien in Deutschland erst zu später Stunde oder in den Nachtstunden übertragen. Die Spiele beginnen zwischen 18 Uhr abends und 5 Uhr morgens nach mitteleuropäischer Zeit (MEZ).
Interesse an DFB-Team trotz später Uhrzeiten
Nahezu die Hälfte der Befragten teilte mit, aufgrund des Zeitunterschieds lediglich bestimmte Partien verfolgen zu wollen und somit weniger als bei früheren großen Fußballturnieren. Die Vorrundenbegegnung der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao am 14. Juni fängt um 19 Uhr MEZ an. Die nachfolgenden Spiele gegen die Elfenbeinküste sowie Ecuador werden jeweils um 22 Uhr angepfiffen. Ein erfolgreicher Turnierverlauf für Deutschland könnte für die hiesigen Anhänger bedeuten, für Live-Übertragungen noch längere Nächte in Kauf zu nehmen. (dpa/red)
Laut der Erhebung plant die Hälfte der Teilnehmenden, sämtliche Spiele der deutschen Mannschaft live zu sehen, wohingegen andere dies nur für „ausgewählte“ Begegnungen vorsehen. Um ein bestmögliches Seherlebnis zu gewährleisten, tätigen manche Anhänger sogar Investitionen in neue Geräte: 8 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, anlässlich der WM schon ein neues TV-Gerät erworben zu haben oder diesen Kauf noch zu planen.
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