Nach einer 1:0-Führung bricht Hertha BSC komplett ein und verliert zum Saisonabschluss mit 1:6 gegen Arminia Bielefeld.
Wütende Fans, ratlose ProfisHertha BSC kassiert nach 1:0-Führung eine 1:6-Klatsche

Bitter enttäuscht: Hertha-Trainer Stefan Leitl.
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Ein desolater Auftritt von Hertha BSC zum Saisonabschluss in der zweiten Liga: Nach einer 1:0-Führung zur Pause brach das Team gegen Arminia Bielefeld komplett ein und verlor 1:6. Die mitgereisten 2.800 Anhänger reagierten mit lauten Pfiffen.
Dabei hatte die Partie für die Hauptstädter gut begonnen. Linus Gechter sorgte in der 37. Minute für die 1:0-Führung. Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt jedoch dramatisch. Ein Doppelschlag von Joel Grodowski (49./59.) brachte die Bielefelder in Front. Anschließend bauten Monju Momuluh (65.) und Stefano Russo (74.) die Führung aus, ehe Semir Telalovic (90+2.) sowie Roberts Uldrikis (90+6.) in der Nachspielzeit den 6:1-Endstand für die Arminia herstellten.
Selbstkritische Töne aus der Mannschaft
Nach der Partie zeigten sich die Akteure konsterniert. Innenverteidiger Niklas Kolbe äußerte sich schonungslos: „Die zweite Halbzeit war furchtbar schlecht“. Er fügte hinzu: „Mir ist unerklärlich, wie wir uns nach der Pause vor 3.000 mitgereisten Fans derart aufgeben konnten.“
Sein Teamkollege Julian Eitschberger schlug in eine ähnliche Kerbe. „So wollten wir uns nicht aus der Saison verabschieden“, erklärte der Abwehrspieler. Die Pfiffe der Anhänger seien verständlich gewesen. „Das Feedback der Fans war angemessen“, meinte Eitschberger. Für ihn war der Leistungsabfall symptomatisch für die gesamte Saison der Berliner: „Wir laufen schon die ganze Saison unseren Ansprüchen hinterher.“
Weber: „Disziplin und Effektivität vermissen lassen“
Sportdirektor Benjamin Weber sah ebenfalls in dem Auftritt ein Spiegelbild der gesamten Spielzeit. „Es sind Dinge passiert, die sich durch die ganze Saison gezogen haben: Wir haben die Standards nicht gut verteidigt und haben Disziplin und Effektivität vermissen lassen.“ Laut Weber werde diese Niederlage Konsequenzen haben. „Man kann jetzt nicht einfach sagen: Da war nichts.“
Ebenso ernüchtert zeigte sich Trainer Stefan Leitl. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit nicht mehr die nötige Energie; wir bekommen drei Standardgegentore, das musst du einfach besser verteidigen.“ Das Resultat sei „eine Packung, die sich sehr schlecht anfühlt. So darfst du dich nicht präsentieren.“ Für die „Leitl raus“-Rufe aus dem Fanblock zeigte der Coach Verständnis: „Das ist verständlich, wenn man sich so präsentiert.“ (dpa/red)
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