Schottland feiert den ersten WM-Sieg seit 36 Jahren. John McGinn traf zum 1:0 gegen den starken Underdog Haiti.
Historischer Sieg für SchottenTeam feiert ersten WM-Erfolg seit 36 Jahren gegen Haiti

John McGinn brachte Schottland in Führung.
Copyright: Martin Rickett/PA Wire/dpa
Unterstützt von Tausenden Anhängern hat die schottische Nationalelf zum WM-Start einen 1:0 (1:0)-Erfolg über Haiti gefeiert. Dieser Triumph ist für die „Bravehearts“ der erste bei einer Weltmeisterschaft nach 36 Jahren. Haiti muss somit weiterhin auf den ersten WM-Punkt seiner Verbandshistorie warten. Den entscheidenden Treffer der Partie in Boston markierte John McGinn von Aston Villa in der 28. Minute.

Jubelt nach seinem Führungstreffer: Schottlands John McGinn.
Copyright: Martin Rickett/PA Wire/dpa
Mit diesem Erfolg setzen sich die Schotten an die Spitze der Tabelle von Gruppe C, da die Begegnung zwischen Brasilien und Marokko zuvor 1:1 unentschieden endete. Schottland kann sich nun Hoffnungen auf das erstmalige Erreichen der K.o.-Phase machen. Das Team kehrte nach einer Abwesenheit von 28 Jahren auf die WM-Bühne zurück. Bei seiner einzigen vorherigen WM-Teilnahme im Jahr 1974 musste Haiti in der Gruppenphase drei Niederlagen einstecken.
Heimspielstimmung durch zehntausende schottische Fans
Im Vorfeld der Begegnung hatten zehntausende schottische Fans, bekannt als „Tartan Army“, Boston in eine Festmeile verwandelt. Diese Atmosphäre übertrug sich ebenfalls ins Stadion, wo unter Beobachtung von Rod Stewart eine Kulisse wie bei einem Heimspiel entstand. Demgegenüber waren nur wenige Anhänger aus Haiti vor Ort. Der Grund dafür liegt vermutlich in den Reisebeschränkungen, die von der Regierung des US-Präsidenten Trump gegenüber dem Land erlassen wurden.

Musiker Rod Stewart (3vl) verfolgte die Partie von der Tribüne.
Copyright: Martin Rickett/PA Wire/dpa
Weitere Probleme ergaben sich für den Karibikstaat aufgrund seines Trikots. Ein Verbot der FIFA betraf die Abbildung einer Kriegsszene auf dem Hemd. Gezeigt wurde eine Darstellung der finalen Schlacht im haitianischen Unabhängigkeitskrieg aus dem Jahr 1803. Vom Hersteller wurde das Motiv als „eine Hommage an die Männer und Frauen, die jeden Tag für Haitis Zukunft kämpfen“ beschrieben.
Haiti zeigt unerwartet starke Leistung
Der Underdog trat deutlich stärker auf als angenommen, wobei Torwart Josué Duverger, der beim Oberligisten FC Cosmos Koblenz unter Vertrag steht, nicht spielte. Die Haitianer ließen sich weder durch einen Pfostentreffer von Scott McTominay (17. Minute) noch durch das Gegentor einschüchtern. „Les Grenadiers“ fanden wiederholt durch Kombinationen den Weg in den Strafraum des Gegners, waren aber im Abschluss nicht präzise genug. Eine Punkteteilung zur Halbzeit hätte dem Spielgeschehen entsprochen.

Haitis Louicius Deedson (l) und der Schotte Andy Robertson im Duell.
Copyright: Andrew Milligan/PA Wire/dpa
Die Begegnung blieb auch nach der Pause ein ausgeglichenes Duell, und auf den Rängen wurden die schottischen Anhänger merklich ruhiger. Laut wurde es nur noch einmal, als McGinn in Minute 73 eine große Möglichkeit zur Entscheidung ausließ. Haiti bemühte sich um den Ausgleichstreffer, es fehlte jedoch weiterhin an der erforderlichen Genauigkeit beim Torabschluss. Die beste Chance dazu vergab Frantzdy Pierrot (85.), dessen Kopfball das Tor knapp verfehlte. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.