Kai Havertz will nach dem Triumph mit Chelsea nun auch Arsenal zum Champions-League-Sieg führen.
Der deutsche ZaubererKai Havertz will mit Arsenal den ersten CL-Titel holen

DFB-Star Kai Havertz könnte seinen zweiten Champions-League-Titel gewinnen. (Archivbild)
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Die bedeutendsten Abende im europäischen Vereinsfußball sind Kai Havertz bereits vertraut. Sein Mitwirken im Endspiel der Champions League 2021 ist unvergesslich, als sein Tor dem FC Chelsea den Sieg sicherte und ihm im Londoner Westen für kurze Zeit einen besonderen Status verlieh.
In der Gegenwart richten sich die Erwartungen vieler Tausend Bewohner der britischen Hauptstadt abermals auf den deutschen Auswahlspieler. Der Fokus liegt nun im nördlichen Teil der Metropole, der Heimat von Chelseas Stadtkonkurrent FC Arsenal, der vom erstmaligen Gewinn des Titels in der Königsklasse träumt.

Seit 2019 als Trainer beim FC Arsenal: Mikel Arteta. (Archivbild)
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«Die Champions League zu gewinnen ist ein tolles Gefühl. Aber es wäre noch schöner, wenn ich das mit Arsenal schaffen könnte. Das würde mir viel mehr bedeuten», äußerte Havertz bei einer Gelegenheit. Die finale Herausforderung stellt sich am Samstag (18.00 Uhr, ZDF/DAZN) im Endspiel von Budapest mit dem Titelverteidiger Paris Saint-Germain.
Lob von Club-Ikone Thierry Henry
Im Umfeld des Emirates Stadium wird Havertz aufgrund seiner optischen Parallelen zur literarischen Figur Harry Potter gerne als «The German Wizard» («Der deutsche Zauberer») bezeichnet. Er gilt als jemand, der häufig ruhig und beinahe reserviert erscheint, jedoch regelmäßig in entscheidenden Situationen präsent ist.
Dies zeigte sich beispielsweise im Endspiel 2021 gegen Manchester City. Ein weiteres Beispiel war die vergangene Woche, als sein Tor gegen Burnley den Pfad zum Meistertitel nach einer 22 Jahre andauernden Wartezeit ebnete. Der 26-Jährige hat nun die Möglichkeit, auch Arsenal an die Spitze des europäischen Fußballs zu bringen.
«Er hat die Gabe, wichtige Tore zu machen. Er macht ständig Druck, versteht das Spiel durch seinen hohen Fußball-IQ sehr gut. Er setzt sein Gehirn ein», äußerte sich Vereinsikone Thierry Henry anerkennend in der «Sport Bild».
Trainer Arteta als Schlüsselfigur
Ein Triumph wäre für Arsenal von historischer Bedeutung. Bisher erreichte der Verein nur ein einziges Mal das Endspiel der Königsklasse – im Jahr 2006 bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Barcelona, bei der DFB-Keeper Jens Lehmann nach 18 Minuten des Feldes verwiesen wurde. Gegen PSG eröffnet sich nun die womöglich bedeutendste Gelegenheit in der Clubhistorie. «Die Mannschaft hat die Chance, als die Unvergesslichen in die Geschichte einzugehen», befeuerte Henry die Erwartungen.
Trainer Mikel Arteta zählt unbestreitbar zu den Hauptverantwortlichen für den Aufschwung, da er den Verein seit seiner Übernahme 2019 zurück in die Elite geführt hat. «Er hat den Verein komplett auf links gekrempelt, sehr, sehr viel verändert ins Positive. Seit Tag eins hat er an uns geglaubt und uns besser gemacht», würdigte Havertz die Arbeit des 44-jährigen Spaniers.
Havertz' schwieriger Start bei Arsenal
Als der deutsche Nationalspieler im Sommer 2023 seine Vereinszugehörigkeit vom FC Chelsea zu Arsenal änderte, war die Euphorie unter den Fans gedämpft. Ein Grund dafür war die beträchtliche Transfersumme von angeblich 70 Millionen Euro, welche Havertz zu Beginn nicht durch entsprechende Leistungen rechtfertigen konnte. Er wurde von vielen als zu unauffällig, zu verspielt und als unzureichend robust für den englischen Fußball erachtet.
Unter der Leitung von Arteta reifte der Angreifer jedoch zu einer zentralen Figur im Meisterteam und eroberte die Zuneigung zahlreicher Arsenal-Anhängern. Der deutsche Nationalspieler, der in den letzten Jahren komplizierte Operationen mit ausgedehnten Rehabilitationszeiten durchgestanden hat, ist seit Januar wieder konstant im Einsatz.

Nach dem Gewinn der Premier League: Kai Havertz küsst den Pokal. (Archivbild)
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«Kai ist ein Spieler, der uns so viel Vielseitigkeit und Gefahr aus verschiedenen Positionen heraus bietet, weil er ein einzigartiger Spieler ist, was die Positionen angeht, die er besetzen kann, und die Art und Weise, wie er mit anderen Spielern zusammenarbeitet. Ich liebe ihn», äußerte Arteta bereits im vergangenen Jahr lobend. Ein Treffer am kommenden Samstag würde diese Wertschätzung vermutlich noch verstärken. (dpa/red)
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