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Kimmichs WM-AppellTeamgeist statt Einzelkönner gefordert

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Training Fußball-Nationalmannschaft

DFB-Kapitän Joshua Kimmich trainiert in Herzogenaurach.

Der DFB-Kapitän mahnt nach den frühen WM-Ausscheiden 2018 und 2022 zu einer neuen Einstellung. Vor der anstehenden Weltmeisterschaft mahnt Joshua Kimmich zu voller Konzentration und stellt den Teamgedanken über die Qualität einzelner Spieler.

Eine uneingeschränkte Konzentration auf die im Sommer stattfindende Weltmeisterschaft verlangt Joshua Kimmich von seinen Teamkollegen, um sich nicht von vergangenen Turnier-Misserfolgen beeinflussen zu lassen. Im Vorfeld der ersten Partien der Nationalmannschaft in diesem Jahr am Freitag in der Schweiz sowie drei Tage darauf in Stuttgart gegen Ghana äußerte der Spielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, wie die „dpa“ meldet: „Am Ende zählt das, was wir auf den Platz bringen. Auch der beste Kader der Welt hat keine Garantie, Titel zu gewinnen“.

Das Weltmeisterschaftsturnier 2018 in Russland, bei dem die deutsche Auswahl ebenso wie vier Jahre danach in Katar bereits in der Vorrunde ausschied, führte Kimmich als mahnendes Exempel an. „2018 hatten wir vielleicht den besten Kader der Welt und wir wissen, wohin es uns geführt hat. Dementsprechend ist es nicht wichtig, den besten Kader der Welt zu haben, sondern am Ende das beste Team der Welt zu haben“, insistierte der 31-Jährige. Dieser Maxime habe sich jetzt „jeder unterordnen“.

Achse, Siege, Herangehensweise

Die DFB-Auswahl müsse sich in den Begegnungen mit der Schweiz und Ghana entscheidende Routinen sowie ein positives Turnier-Gefühl aneignen. Laut dem 31-Jährigen sei es zentral, dass „sich eine Achse einspielen kann“. Kimmich erklärte: „Ziel ist es, zwei positive Ergebnisse zu erzielen“. Noch bedeutsamer sei es allerdings, in beiden Partien die identische positive „Herangehensweise“ an den Tag zu legen. Der 106-fache Nationalspieler verwies hierbei auf das 6:0-Ergebnis gegen die Slowakei am Ende der WM-Qualifikation als Vorbild.

Pressekonferenz Fußball-Nationalmannschaft

Joshua Kimmich spricht bei der DFB-Pk.

Mit Blick auf das Finalturnier in den Gastgeberländern USA, Mexiko und Kanada schätzt Kimmich die deutsche Nationalelf leistungstechnisch nicht als führend ein. „Es ist so, dass wir nicht zu den Topfavoriten zählen“, konstatierte der Spieler des FC Bayern. Als Grund dafür nannte er, dass das Team in den Jahren 2018 und 2022 „nicht abgeliefert“ habe.

Aufgrund dieser ernüchternden Erfahrungen formuliert Kimmich eine deutliche Erwartungshaltung an seine Mitspieler. „Klar erwartet man, dass sich jeder dem großen Ganzen mit hundert Prozent hingibt und alles reinwirft, dass wir uns entwickeln und dass wir dann auch bereit sind, wenn es dann wirklich darum geht“, äußerte der Kapitän des DFB-Teams. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.