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Lukakus kuriose RückkehrStürmer erzwingt bei WM-Start Eigentor ohne Ballkontakt

3 min
WM 2026 - Belgien - Ägypten

Lukaku kam ins Spiel, schon fiel der Ausgleich.

Ohne den eingewechselten Lukaku läuft bei Belgien nichts. Seine Präsenz sichert dem Team einen Punkt zum WM-Start.

Lukakus Präsenz sichert Belgien Remis zum WM-Start. Nach einer schwierigen Saison wird Romelu Lukaku für Belgien zum entscheidenden Faktor, ohne selbst zu treffen. Seine Einwechslung verändert alles.

Romelu Lukaku agierte, als wäre er der Torschütze, und holte den Ball aus dem Netz, doch die Faktenlage war eine andere. Belgiens Rekord-Kanonier brachte seine circa 95 Kilogramm bei seiner ersten Aktion mit voller Wucht in den Strafraum ein. Dies führte dazu, dass Mohamed Hany den Ball zum 1:1-Endresultat ins eigene Tor lenkte.

Etwa zwei Stunden danach passierte ein sichtlich zufriedener Lukaku (33) mit massiven schwarzen Kopfhörern die Mixed-Zone des Stadions in Seattle, mied jedoch ein Statement zu seinem Comeback. Das übernahmen stattdessen andere. „Erster Ballkontakt, erstes Tor“, kommentierte Mitspieler Youri Tielemans, obwohl diese Aussage faktisch ungenau war, da Lukaku den Ball nicht berührt hatte. Dennoch veränderte die Einwechslung des wuchtigen Angreifers, der eine Saison voller Rückschläge hinter sich hat, nach 64 schwachen belgischen Minuten das Spielgeschehen fundamental.

Vom Sorgenkind zum entscheidenden Impulsgeber

Die unmittelbare Wirkung war unerwartet, da Lukaku für den SSC Neapel in der gesamten abgelaufenen Saison lediglich 64 Minuten auf dem Platz stand. Zusätzlich belasteten ein Streik im Verein, drei komplizierte Blessuren sowie eine verletzungsbedingte Pause von beinahe 200 Tagen bis in den Mai seine Bilanz. Er reiste daher als Sorgenkind zur belgischen Auswahl, für die er im Verlauf seiner Karriere 90 Treffer erzielte – 53 mehr als der zweitplatzierte Kevin De Bruyne.

WM 2026 - Belgien - Ägypten

Hätte noch das zweite Tor machen können: Lukaku.

Beobachter der ersten Stunde, die von belgischer Ideenlosigkeit gegen robuste Ägypter geprägt war, gelangten in der Mittagshitze Seattles zu einer klaren Erkenntnis: Diese belgische Mannschaft und die verbliebenen Akteure der erfolglosen „goldenen Generation“ sind auf Lukaku angewiesen, vermutlich für ein letztes gemeinsames großes Turnier.

Physische Verfassung bleibt die große Unbekannte

„Für den Moment ist es wundervoll, dass diese Geschichte ein Happy End bekommen hat“, äußerte sich Trainer Rudi Garcia. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Zweifel. Ist der strapazierte Körper des Angreifers den Belastungen gewachsen, speziell im Hinblick auf seine verletzungsanfälligen Oberschenkel? Vor allem stellt sich die Frage, ob Lukaku bei der Sommerhitze in den USA mehr als die rund 25 Minuten des WM-Auftakts durchhalten kann.

„Er muss definitiv noch an seiner Fitness arbeiten, aber das ist verständlich nach den vergangenen Monaten“, konstatierte Tielemans mit einer im Profifußball seltenen Offenheit. Ungeachtet der physischen Mängel hätte Lukaku in der Endphase der Partie per Kopfball fast noch den Siegtreffer erzielt.

WM 2026 - Belgien - Ägypten

Mit aller Wucht: Lukaku ist ein Strafraumstürmer.

Die erfahrene Achse bleibt unverzichtbar

Lukaku zählt zu jener Spielergeneration, die über mehr als fünf Jahre bei Turnieren als Mitfavorit gehandelt wurde, jedoch nie ein bedeutendes Finale erreichen konnte. Der gegen Ägypten überzeugende Torwart Thibaut Courtois (34) sowie Mittelfeldspieler De Bruyne (34) machten ebenfalls deutlich, dass sie für die Mannschaft von Trainer Garcia sportlich weiterhin von hohem Wert sind. Ihre Leistung wird auch erforderlich sein, da die nachfolgende Generation um den jungen Spieler Jeremy Doku noch keine WM-Reife erkennen ließ.

Die Gruppenphase mit den kommenden Gegnern Iran und Neuseeland wird für Belgien noch keine wirkliche Standortbestimmung darstellen. Sie bietet Lukaku jedoch die Möglichkeit, weitere Spielpraxis zu erlangen, bevor in der Runde der letzten Sechzehn die entscheidende Phase beginnt. „Er kann auch von Anfang an spielen“, stellte Garcia bezüglich seines Stürmers in Aussicht. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.