Nach Vorwürfen gegen Antonio Rüdiger stellt sich Bundestrainer Julian Nagelsmann hinter den Spieler und hebt dessen Bedeutung für die Nationalmannschaft hervor.
Nach harter KritikNagelsmann stärkt Rüdiger den Rücken für die WM

Julian Nagelsmann (l.) schätzt das Engagement von Antonio Rüdiger für die Nationalmannschaft. (Archivbild)
Copyright: Christian Charisius/dpa
Der Nationaltrainer betont die Wichtigkeit des Verteidigers für das DFB-Team, dessen Position in der Startelf aber umkämpft ist.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich schützend vor den Nationalspieler Antonio Rüdiger gestellt, der nach einem Foul für Real Madrid in die Kritik geraten war. Gleichzeitig betonte der Coach die immense Bedeutung des Verteidigers für das DFB-Team im Hinblick auf die kommende Weltmeisterschaft im Sommer.
„Was ich sagen kann, ist, dass Antonio sich unglaublich committet, was die Nationalmannschaft angeht. Dass er einer ist, der die Familie Nationalmannschaft auch extrem schützt und alles dafür tut, dass wir erfolgreich sind“, äußerte der Nationaltrainer während der Vorstellung seines Aufgebots für die bevorstehenden WM-Vorbereitungsspiele am 27. März in der Schweiz sowie drei Tage darauf in Stuttgart gegen Ghana.
Harte Anschuldigungen nach dem Ligaspiel
Nach einem robusten Zweikampf im Ligamatch von Real Madrid gegen den FC Getafe sah sich Rüdiger heftiger Kritik ausgesetzt. Laut Berichten der dpa beschuldigte ihn sein Gegenspieler Diego Rico, eine Verletzung beabsichtigt zu haben. Rüdiger wies diese Anschuldigung entschieden von sich.
Nagelsmann bewertete das Einsteigen des 81-fachen Nationalspielers als hart, aber „fußballspezifisch“. Der Bundestrainer merkte an, Rüdiger sei eine Persönlichkeit, die „polarisiere“ und bei der Vorkommnisse stärker thematisiert würden als bei anderen Spielern. Im Vorjahr hatte Nagelsmann den 33-Jährigen selbst gerügt, als der Real-Madrid-Profi während des spanischen Clásico gegen den FC Barcelona von der Ersatzbank ein Kühlkissen in Richtung des Unparteiischen warf.
„Toni ist ein klasse Spieler – aber Klasse muss er als Nationalspieler auch bei seinem Verhalten zeigen. Er fordert zu Recht Respekt für sich ein, diesen Respekt muss er ohne Ausnahme auch anderen entgegenbringen“, kommentierte seinerzeit DFB-Sportdirektor Rudi Völler die Situation.
Aktuell erkennt Nagelsmann keinen Anlass mehr für Beanstandungen. „Die Entwicklung der letzten Monate und Jahre bei uns ist bei der Nationalmannschaft, seitdem ich im Amt bin, durchweg positiv, was auch sein Commitment außerhalb des Platzes angeht“, erklärte der Bundestrainer in Frankfurt am Main.
Konkurrenzkampf in der deutschen Verteidigung
Nach einer ausgedehnten Verletzungspause kehrt Rüdiger für die ersten Länderspiele im WM-Jahr wieder in den DFB-Kader zurück. Er muss sich jedoch dem Wettbewerb um seine Position in der Startelf stellen. Zuletzt formierten Jonathan Tah vom FC Bayern und Nico Schlotterbeck aus Dortmund die zentrale Abwehr. Der Nationaltrainer scheint derzeit keine Schwierigkeiten darin zu sehen, dass Rüdiger die Herausfordererrolle annimmt.
„Was ich da sagen kann, ist, dass ich einen super engen Draht zu Antonio habe, der geprägt ist von einer großen Ehrlichkeit in beide Richtungen. Wir gehen dahingehend sehr gut miteinander um, dass wir uns die Meinungen in allen Fällen sagen, was Rolle angeht, was Situationen angeht“, so Nagelsmann. (red)
Rüdiger sei ein „richtiger Typ, der es auch verkörpert, einen maximalen Siegeswillen hat und alles auch außen herum tun will“. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
