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Untersuchung eingeleitetObszöne Ronaldo-Geste sorgt für Empörung in Saudi-Arabien

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Cristiano Ronaldo steht nach einer kontroversen Geste in der Kritik.

Cristiano Ronaldo steht nach einer kontroversen Geste in der Kritik.

Cristiano Ronaldo trifft und gewinnt mit seinem Team 3:2 - eine Geste nach Schlusspfiff sorgt in Saudi-Arabien aber für viel Kritik und Wirbel.

Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo hat mit einer als obszön empfundenen Geste für große Aufregung und Kritik in Saudi-Arabien gesorgt. Auf im Internet verbreiteten Videos ist zu sehen, wie der 39 Jahre alte Portugiese nach dem 3:2 seines Teams Al-Nassr gegen Al Shabab am Sonntag scheinbar in Richtung gegnerischer Fans gestikuliert und dabei Handbewegungen im Lendenbereich macht.

Cristiano Ronaldo sorgt für Empörung – und bekommt „Messi“-Rufe

Zuvor hatte er sich kurz die Hand ans Ohr gelegt. Auf den Videos sind von den Tribünen „Messi“-Rufe zu hören. Lionel Messi ist Ronaldos langjähriger Rivale, insbesondere für Auszeichnungen individueller Leistungen.

Nach Medien-Angaben war die Situation in der TV-Übertragung nicht zu sehen, Videos davon kursierten aber schnell im Internet und sorgten für empörte Reaktionen in lokalen Medien. Demnach soll der saudische Fußballverband SAFF eine Untersuchung eingeleitet haben. 

Immer wieder Wirbel um Cristiano Ronaldo

Um den Portugiesen in Diensten von Al Nassr hatte es bereits im vergangenen Oktober viel Wirbel gegeben. Damals hatten spanische Medien berichtet, der fünfmalige Weltfußballer sei nach einem Spiel seines Clubs im Iran zu 99 Peitschenhieben verurteilt worden. Die Botschaft des Irans in Spanien dementierte die Berichte daraufhin.

Zuvor hatten Medienberichte, auch in Spanien, für Aufsehen gesorgt, denen zufolge den Portugiesen bei einer möglichen Einreise in den Iran eine drastische Strafe erwarten solle. Hintergrund war, dass Ronaldo bei der Iran-Reise mit seinem Club die Künstlerin Fatemeh Hamami getroffen hatte.

Ronaldo fällt nicht das erste Mal gegen Al Hilal auf

Auf einem Video, das der Verein anschließend veröffentlichte, war zu sehen, wie der 38-Jährige die Frau umarmt und auf den Kopf küsst. Der Austausch von Zärtlichkeiten zwischen nicht verheirateten Personen ist im Iran verboten.

Am Sonntag hatte Ronaldo beim Sieg in der ersten Halbzeit per Elfmeter getroffen und führt die Torjägerliste in Saudi-Arabien mit 22 Treffern an. In der Tabelle liegt Al Nassr mit vier Punkten Rückstand auf Al Hilal auf Rang zwei. Bereits im vergangenen April hatte Ronaldo sich nach einem Spiel gegen Al Hilal an die Genitalien gegriffen. (das/dpa)