Schwere Vorwürfe von Michel Platini: Der Franzose hat FIFA-Präsident Gianni Infantino wegen Verschwörung angezeigt.
Platini zeigt Infantino anEx-UEFA-Chef wirft dem FIFA-Boss Verschwörung vor

Inzwischen ziemlich beste Feinde: Michel Platini (r) und Gianni Infantino. (Archivbild)
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In Frankreich wurde von Michel Platini, dem ehemaligen UEFA-Präsidenten, eine Strafanzeige eingereicht. Die Anzeige des 70-Jährigen richtet sich gegen den amtierenden FIFA-Präsidenten Gianni Infantino sowie fünf weitere Personen, die ehemals in der Schweizer Justiz oder im Fußballwesen tätig waren. Ein Sprecher Platinis gab dies wenige Tage vor dem Auftakt der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bekannt. Der Franzose vermutet eine Verschwörung vor über einem Jahrzehnt, die seine Wahl an die FIFA-Spitze verhindern sollte.
Der frühere Nationalspieler macht den Beschuldigten unter anderem unzutreffende Anschuldigungen und eine unzulässige Einmischung zum Vorwurf. Neben der Strafanzeige planen Platinis Anwälte zudem, eine Zivilklage auf Schadenersatz gegen die FIFA zu erheben. Vergleichbare Vorwürfe hatte Platini schon 2022 bei den Schweizer Behörden vorgebracht.
Infantinos Aufstieg an die FIFA-Spitze
Zum Präsidenten des Weltfußballverbands wurde Gianni Infantino im Jahr 2016 gewählt. Davor war er als Generalsekretär für die Europäische Fußball-Union (UEFA) tätig, während Platini die Organisation als Präsident leitete. Platini selbst wurde lange Zeit als aussichtsreichster Anwärter auf die Nachfolge des damaligen FIFA-Chefs Sepp Blatter betrachtet.
Allerdings gerieten Platini und Blatter 2015 ins Visier der Schweizer Justiz. Anlass war eine Transaktion an Platini über zwei Millionen Franken aus der Schweiz. In einem Verfahren wurden beide wegen des Verdachts auf Betrug zum Nachteil der FIFA angeklagt, doch ein Berufungsverfahren im vergangenen Jahr führte zu ihrem rechtskräftigen Freispruch. (dpa/red)
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