Abo

Spanien peilt WM-Titel anEuropameister geht als Favorit ins Turnier – Stars wieder fit

3 min
Lamine Yamal und Gavi

Schlüsselspieler Spaniens: Lamine Yamal (l) und Gavi. (Archivbild)

Nach dem EM-Titel geht Spanien als Favorit in die WM. Trainer de la Fuente setzt dabei voll auf die jungen Talente Yamal und Gavi.

Die Favoritenstellung bei der kommenden Weltmeisterschaft stellt für Spaniens Nationalcoach Luis de la Fuente keine Belastung dar. «Wir freuen uns sehr, dass das so ist», äußerte er und ergänzte: «Das hilft uns sogar, diese WM mit dem Enthusiasmus anzugehen, etwas Bedeutendes zu erreichen.» Nach dem Triumph in der Nations League 2023 sowie dem Gewinn der Europameisterschaft 2024 hat der Nachfolger von Luis Enrique die spanische Auswahl zurück auf die Erfolgsspur geführt. Die Auftaktbegegnung am Montag (18.00 Uhr) in Atlanta gegen den Außenseiter Kap Verde wird als lösbare Aufgabe betrachtet.

Allerdings war das globale Turnier für Spanien seit dem Titelgewinn 2010 keine durchgehende Erfolgsgeschichte. In Brasilien schied die Auswahl 2014 bereits in der Gruppenphase aus, und bei den beiden nachfolgenden Weltmeisterschaften war die Endstation jeweils das Achtelfinale.

Statistische Hürden und personelle Lichtblicke

Statistisch gesehen gibt es einen sogenannten „Fluch des Europameisters“, wonach das beste Team des Kontinents beim nachfolgenden globalen Turnier oft Schwierigkeiten hat. Für de la Fuente dürfte es jedoch von Bedeutung sein, dass ausgerechnet Spanien diese Serie 2010 durchbrach und nach dem kontinentalen Titel auch die Weltmeisterschaft für sich entschied.

Lamine Yamal

Lamine Yamal ist wieder fit. (Archivbild)

Bei dem anspruchsvollen Turnier in den USA, Kanada und Mexiko, das von langen Reisen und extremen Bedingungen geprägt ist, können voraussichtlich nur wenige Mannschaften mit den Spaniern mithalten. Als größte Rivalen werden Frankreich und Titelverteidiger Argentinien angesehen. Eine positive Nachricht für die Iberer ist die Wiederkehr der Offensivkräfte Lamine Yamal und Nico Williams nach längerer Verletzungspause. «Alle werden für das Spiel gegen Kap Verde zur Verfügung stehen. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass sie spielen», so de la Fuente.

Die Hoffnungen ruhen auf den Jungstars

Insbesondere der erst 18-jährige Lamine Yamal wird als einer der potenziellen Stars des Wettbewerbs gehandelt. De la Fuente teilt diese hohen Erwartungen: «Fußballerisch ist er unglaublich reif. In Kombination mit seinem Talent ist das der Grund, warum so viel über ihn gesprochen wird», erklärte der 64-jährige Trainer. Er hob zudem Yamals Disziplin hervor und zitierte dessen Tagesablauf: «drei Stunden pro Tag, geht in den Kraftraum, zum Physio, zum Psychologen und Ernährungsberater.» Der Coach betonte die Rolle des Betreuerstabs: «Wir müssen dafür sorgen, dass er auf dem Boden bleibt. Das tut er bereits, aber wir müssen ihm nahe bleiben. Diese WM ist eine große Chance, sein ganzes Talent zu zeigen.»

Gavi

2023 riss sich Gavi das Kreuzband, zwei Jahre später folgte die nächste Knieverletzung. (Archivbild)

Eine weitere zentrale Funktion soll Gavi (21) ausfüllen. Der Mittelfeldakteur des FC Barcelona ist nach zwei schweren Knieverletzungen seit März wieder einsatzbereit und zeigte zum Saisonabschluss eine ansteigende Formkurve. «Ich fühle mich besser als je zuvor», konstatierte Gavi. De la Fuente unterstrich dessen Wert für die Mannschaft: «Er ist enorm wichtig, weil er unglaubliche Energie mitbringt, von seinen Mitspielern viel verlangt.» Der Trainer fügte hinzu: «Er trainiert mit Intensität, Lebensfreude und Enthusiasmus. Das steckt die Gruppe an. Er verkörpert die Identität des Teams.»

Kader ohne Beteiligung von Real Madrid

Diese Team-Identität wird erstmalig bei einer Weltmeisterschaft ohne Akteure von Real Madrid geformt. Kein Profi des wichtigsten Vereins des Landes wurde für das Turnier nominiert. De la Fuente kommentierte diese Entscheidung pragmatisch: «Wir haben die Bedürfnisse der Mannschaft damit abgedeckt. Mir ist es egal, für welchen Club jemand spielt.»

Luis de la Fuente

Trainer Luis de la Fuente verzichtete auf Spieler von Real Madrid. (Archivbild)

Diese Team-Identität wird erstmalig bei einer Weltmeisterschaft ohne Akteure von Real Madrid geformt. Kein Profi des wichtigsten Vereins des Landes wurde für das Turnier nominiert. De la Fuente kommentierte diese Entscheidung pragmatisch: «Wir haben die Bedürfnisse der Mannschaft damit abgedeckt. Mir ist es egal, für welchen Club jemand spielt.» (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.