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Sperre nach Skandal-VideoGericht wertet Clip als „pornografische Darstellung“

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Fußballplatz

Ein Amateurfußballer aus dem Landkreis Celle ist für ein halbes Jahr gesperrt worden. (Symbolbild)

Ein Sportgericht sperrt einen Amateurfußballer für ein demütigendes Deepfake-Video, das als pornografisch eingestuft wurde.

Eine halbjährige Sperre wurde gegen einen Amateurfußballer aus der Region Celle verhängt. Grund ist die Demütigung von zwei gegnerischen Spielern in einem Instagram-Clip. Das Sportgericht des Kreisfußballverbands wertete das 20-sekündige Deepfake-Video als „pornografische Darstellung“, so ein Bericht der „Celleschen Zeitung“.

Vorausgegangen war die Begegnung der 2. Kreisklasse im April zwischen den Vereinen FG Wohlde und TuS Unterlüß, die 8:2 ausging. Ein Spieler von Wohlde hatte danach ein editiertes Video auf seinem Instagram-Profil veröffentlicht, das inzwischen entfernt worden ist.

Der Inhalt des Clips: Zwei Akteure von Unterlüß, die auf dem Boden knieten, und eine Zeichentrickfigur, die sexuelle Handlungen suggeriert.

Betroffene äußern sich: „Erniedrigt und gedemütigt“

„Wir fühlen uns erniedrigt und gedemütigt“, zitierte die „Cellesche Zeitung“ einen der beiden betroffenen Akteure. In seiner schriftlichen Einlassung für das Sportgericht erklärte der beschuldigte Wohlder Spieler, er habe „die gegnerischen Spieler nicht markiert, dass diese nur unscharf zu erkennen seien und er das Video auf seinem privaten, nicht öffentlichen Kanal eingestellt habe“.

Des Weiteren kündigte er an, er wolle sich „bei jedem aufrichtig entschuldigen, für den Fall, dass sich eine jegliche Person durch das Video persönlich angegriffen fühlt“.

Einschätzung des Gerichts: Kein Kavaliersdelikt

Die Urteilsbegründung des Sportgerichts stellt demgegenüber fest: „Der Vorfall stellt keineswegs ein Kavaliersdelikt oder einen harmlosen Scherz dar.“ Der Verein FG Wohlde hat die Möglichkeit, gegen die Entscheidung Einspruch einzulegen.

Zwei der sechs Monate Sperrzeit wurden zur Bewährung ausgesetzt. Eine der Auflagen für den 23 Jahre alten Spieler ist eine erneute Entschuldigung „persönlich und öffentlichkeitswirksam“ bei den beiden gegnerischen Fußballern. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.