Der Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain wird von schweren Krawallen mit hunderten Festnahmen in Paris überschattet.
Triumph und KrawallePSG gewinnt Champions League, hunderte Festnahmen

Getragen von seinen Schützlingen: PSG-Coach Luis Enrique.
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Paris Saint-Germain sichert sich erneut den Titel in der Champions League. Der historische Erfolg von Coach Luis Enrique wird jedoch von massiven Unruhen getrübt.
Paris Saint-Germain hat seinen Champions-League-Titel erfolgreich verteidigt. In einem hochdramatischen Endspiel bezwang das Team von Trainer Luis Enrique den FC Arsenal mit 4:3 nach Elfmeterschießen. Dem 56 Jahre alten Spanier gelang damit sein dritter Sieg als Coach in der Königsklasse. Dieses Kunststück vollbrachten vor ihm lediglich Zinédine Zidane, Pep Guardiola und Carlo Ancelotti.
Dabei hatte der deutsche Nationalakteur Kai Havertz die englische Mannschaft mit seinem Führungstreffer (6.) lange Zeit auf den erstmaligen Gewinn des Titels hoffen lassen. Doch in der 65. Minute konnte Weltfußballer Ousmane Dembélé durch einen verwandelten Strafstoß für Paris ausgleichen und erzwang so die Verlängerung. Die Franzosen sind der erste Verein seit Real Madrid, der den Titel verteidigen konnte; die Madrilenen hatten im Zeitraum von 2016 bis 2018 sogar einen Hattrick geschafft.
Massive Krawalle trüben die Siegesfeier
Die Feierlichkeiten wurden jedoch von erheblichen Unruhen in der Hauptstadt Frankreichs beeinträchtigt. Ein für Sonntagnachmittag angesetzter Empfang in Paris stand im Schatten der nächtlichen Krawalle. Wie Innenminister Laurent Nuñez darlegte, wurden im ganzen Land 416 Personen festgesetzt, wovon 283 auf die Metropolregion Paris entfielen. In etwa 15 Städten gab es Vorfälle, einschließlich Plünderungen in Orten wie Rennes, Straßburg, Clermont-Ferrand und Grenoble. Offiziellen Angaben zufolge erlitten sieben Polizeibeamte Verletzungen.
Insbesondere auf den Champs-Élysées spitzte sich die Situation zu, als maskierte Individuen und Sicherheitskräfte wiederholt aneinandergerieten. Es kam zum Einsatz von Wurfgeschossen und Reizgas. Diese Ereignisse weckten Erinnerungen an die Krawalle nach dem Champions-League-Sieg des Vorjahres. Seinerzeit waren zwei Todesopfer, fast 200 Verletzte und 559 Festnahmen zu beklagen.

Nach dem Finale kommt es in Paris zu Ausschreitungen.
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Historischer Treffer für Kai Havertz
Trotz der Niederlage seines Teams konnte Kai Havertz an diesem Abend einen persönlichen Rekord aufstellen. Er ist nun der erste deutsche Profi, dem in zwei verschiedenen Finalspielen der Champions League ein Tor gelang. Schon im Jahr 2021 hatte er für den FC Chelsea im Endspiel getroffen und den Titel gesichert. „Ein top Gefühl, aber trotzdem bringt es mir jetzt nicht sehr viel“, kommentierte Havertz die Leistung.

Liebt die große Fußballbühne: Arsenal-Stürmer Kai Havertz.
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Enriques Umbau: Vom Starensemble zur Einheit
Der Erfolg von Paris ist eng mit Trainer Luis Enrique verknüpft, der die Verantwortung im Juli 2023 übernahm. Nach dem Weggang von prägenden Spielern wie Lionel Messi, Neymar und später Kylian Mbappé initiierte Enrique einen Wandel. Anstatt sich nur auf kostspielige Einzelkönner zu verlassen, legte er den Fokus auf die Formung einer geschlossenen Mannschaft. Unter seiner Leitung reifte beispielsweise Ousmane Dembélé zum Weltfußballer.
Enriques Credo, dass kein Akteur über dem Verein steht, wurde vom Team angenommen. „Wir folgen ihm, wir vertrauen ihm. Wir sind nicht nur ein Team, wir sind Familie“, äußerte sich Verteidiger Achraf Hakimi anerkennend. Der Trainer selbst zeigte sich zurückhaltend: „Legende? Das interessiert mich nicht.“ Gleichwohl gestand er ein, dass der zweite Titelgewinn mit Paris eine noch größere Bedeutung für ihn habe als der erste.

Verwandelte seinen Elfmeter: Achraf Hakimi.
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Vereinsführung setzt auf Enrique
Der Kontrakt des Trainers in der Hauptstadt Frankreichs ist bis zum Sommer 2027 gültig. Nasser Al-Khelaifi, der Präsident von PSG, äußerte sich optimistisch bezüglich der Zukunft von Enrique: „Er ist etwas ganz, ganz Besonderes – als Trainer, als Mensch, als Persönlichkeit. Es geht um das Projekt, und er ist der Beste für dieses Projekt.“
Die junge Altersstruktur der Mannschaft mit Schlüsselspielern wie zum Beispiel Joao Neves, Bradley Barcola oder Désiré Doué, die alle maximal Mitte 20 sind, deutet auf eine vielversprechende Zukunft hin. „Dieser Wille, immer mehr zu gewinnen – dafür ist Luis Enrique verantwortlich. Ich hoffe, er treibt uns an, noch mehr zu gewinnen“, sagte Mittelfeldakteur Vitinha. Auf die Frage nach einem möglichen dritten Titelgewinn mit PSG im nächsten Jahr, entgegnete Enrique lachend: „Ich hoffe es“. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.