Ob mit den Beatles, einer Sitcom oder dem König: So kreativ verkünden die Nationalteams ihre Kader für die WM.
Von König bis SitcomSo kreativ nominieren die Nationalteams ihre WM-Spieler

Die englische Nationalmannschaft von Trainer Thomas Tuchel präsentierte die WM-Nominierung mit Unterstützung der Beatles.
Copyright: Bradley Collyer/PA Wire/dpa
Die Bekanntgabe der Aufgebote für bedeutende Fußballwettbewerbe ist an vielen Orten mehr als das bloße Verlesen einer Namensliste. Während der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Berufung seiner 26 Akteure für die Weltmeisterschaft mit Videos von Angehörigen unterstützte, haben auch andere Verbände einfallsreiche Methoden zur Vorstellung ihrer Kader gewählt.
In Norwegen beispielsweise erhielt die erste WM-Teilnahme der Herren-Nationalelf seit 28 Jahren eine royale Note. Zur Vorstellung des Kaders publizierte der norwegische Fußballverband eine knapp dreiminütige Rede von König Harald V., worin er das Land auf das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada einstimmt. Ergänzend dazu wurden die Namen der 26 Profis in alltäglichen Szenen mit norwegischen Bürgern gezeigt. Dem Aufgebot gehören unter anderem Erling Haaland von Manchester City, Martin Ødegaard vom FC Arsenal sowie Antonio Nusa von RB Leipzig an.
England nominiert den Kader mit den Beatles
Der englische Fußballverband nutzte für seine Bekanntgabe die Beatles als Inspiration. Unter dem Leitspruch „Come Together“ wurde ein Video veröffentlicht, in dem die Namen der Spieler auf Gebäudefassaden, Taxis oder der Kleidung von Passanten auftauchen, begleitet vom gleichnamigen Lied der Band. Der Clip nimmt später weitere Motive aus der Beatles-Geschichte auf, beispielsweise ein gelbes U-Boot. Für eine Überraschung sorgte Nationalcoach Thomas Tuchel, indem er unter anderem Phil Foden von Manchester City und Cole Palmer vom FC Chelsea nicht berücksichtigte.
Der erste Kontrahent der deutschen Auswahl, Curaçao, benannte sein Team mit einem speziell komponierten Song. Der auf den karibischen Inseln bekannte Sänger Jeon stellte die Mannschaft aus einem Tonstudio vor. In dem Lied werden die Berufungen thematisiert, darunter auch die der ehemaligen Bundesliga-Akteure Jürgen Locadia und Tahith Chong. Jeon hatte die Nationalelf schon in der WM-Qualifikation mit dem Titel „The Blue Wave“ unterstützt.
Frankreich als US-Sitcom und familiäre Grüße aus Tschechien
Passend zum Austragungsort USA gestaltete der französische Verband die Vorstellung seines WM-Kaders als Vorspann einer US-Sitcom. Der Clip zeigt die Spieler als Einwohner der fiktiven Ortschaft „Clear Fountain“, beispielsweise Ousmane Dembélé beim Zeitunglesen oder Kylian Mbappé als Kassierer. Begleitet von Klaviermusik wurde das Video unter dem Motto „Jeder hat eine Rolle zu spielen“ publiziert. Einen vergleichbaren Ansatz wie der DFB verfolgte der tschechische Fußballverband. Dort verkündeten Väter, Mütter und Großeltern in einem Video die Nominierung ihrer Söhne und Enkel, wobei sie Kinderfotos und Jugendaufnahmen der Spieler präsentierten. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.