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Fans setzen sich durchBetreiber zahlt 63 Mio. Dollar für 99-Jahre-WM-Tickets

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Fußball-WM 2026 - Azteken-Stadion Mexiko-Stadt

Ein Fußball-Tempel in über 2200 Metern überm Meer. (Archivbild)

Streit um 99-Jahre-Tickets im Aztekenstadion vor WM 2026 beigelegt. Der Betreiber zahlt 63 Millionen Dollar an die FIFA.

Etwa eine Woche vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bahnt sich in der Auseinandersetzung um einen 99 Jahre gültigen Kontrakt für Plätze im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt eine Einigung an. Ungefähr 14.000 Besitzer von Logen und Dauerkarten hatten auf ihr Anrecht gepocht, den Auftakt des Turniers sowie vier zusätzliche WM-Partien in der Arena kostenfrei mitzuerleben. Der Betreiber des Stadions hat nun laut eigenen Mitteilungen circa 63 Millionen US-Dollar an die FIFA für die Eintrittskarten der Dauerkarteninhaber überwiesen.

Die außergewöhnliche Vereinbarung entstand, als dem Betreiber während der Errichtung des Stadions in den 1960er-Jahren die finanziellen Mittel ausgingen. Um die Baufinanzierung zu gewährleisten, wurden 600 Logen sowie 8.000 separate Sitzplätze an zahlungskräftige Fußballanhänger veräußert. Als Gegenleistung wurde ihnen das Recht eingeräumt, für 99 Jahre (also bis zum Jahr 2065) sämtliche Veranstaltungen in der Arena ohne Bezahlung zu besuchen.

FIFA wurde nicht über Spezialabkommen informiert

Der Stadionbetreiber Ollamani unterließ es jedoch, die FIFA von dieser speziellen Klausel in Kenntnis zu setzen. Es bestand anscheinend die Sorge, dass das Aztekenstadion unter jenen Gegebenheiten nicht als Austragungsort für die Weltmeisterschaft hätte ausgewählt werden können.

Schon in den Jahren 1970 und 1986 fanden die Eröffnungen zweier WM-Endrunden in der Arena auf über 2.200 Metern Höhe statt, und auch die Finalspiele wurden dort ausgetragen. Für das kommende Turnier 2026 agiert Mexiko allerdings nur als Co-Gastgeber an der Seite der USA und Kanadas.

Dauerkartenbesitzer setzten sich juristisch durch

Die Inhaber der Tickets für das Aztekenstadion hatten mit ihrer Vereinigung, der „Asociación Mexicana de Titulares de Palcos y Plateas“ (AMTPP), den Rechtsweg beschritten, um ihre vertraglich garantierten Ansprüche durchzusetzen.

Als Konsequenz daraus bemühten sich die FIFA und der Betreiber Ollamani, das Mitführen von eigenen Speisen und Getränken zu verbieten. Stattdessen offerierten sie Verpflegungspakete im Wert von etlichen Tausend Dollar und drohten mit dem Ausschluss aus dem Stadion, falls die Dauertickets auf dem Zweitmarkt angeboten würden. Diese Vorgehensweisen hatten vor Gericht jedoch keinen Bestand. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.