Historischer WM-Auftakt: Gleich drei Rote Karten überschatten Mexikos Sieg und sorgen für heftige Expertenkritik.
Kritik nach Karten-RekordSchiedsrichter sorgt mit drei Platzverweisen für Wirbel

Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio zückte im Eröffnungsspiel dreimal Rot.
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WM-Auftakt: Dreimal Rot und Expertenkritik bei Mexikos Sieg
Nach der Auftaktpartie der Fußball-WM zwischen den Teams aus Mexiko und Südafrika geriet der Unparteiische Wilton Pereira Sampaio in den Mittelpunkt. Der brasilianische Referee verteilte beim 2:0-Sieg für den Mit-Gastgeber Mexiko drei Platzverweise – ein Novum in der Historie von WM-Eröffnungsspielen.
Ein Vergleich verdeutlicht die hohe Anzahl an Ausschlüssen: Während des gesamten letzten WM-Turniers in Katar gab es lediglich vier Rote Karten. Eine vergleichbare Häufung von Platzverweisen in einer einzigen Partie ereignete sich zuletzt bei der Weltmeisterschaft in Deutschland vor 20 Jahren. Damals wurden in der Achtelfinal-Begegnung von Portugal und den Niederlanden sogar vier Akteure des Feldes verwiesen.
Fachleute äußern Kritik an Schiedsrichterentscheidung
Als berechtigt galten zwei der drei Feldverweise: der gegen Sphephelo Sithole aus Südafrika (50.) und die Rote Karte für den Mexikaner Cesar Montes in der Nachspielzeit. Debatten verursachte hingegen der Platzverweis für Themba Zwane (Südafrika) in der 84. Spielminute. Der Referee entschied aufgrund einer unterstellten Tätlichkeit erst nach Ansicht der TV-Aufzeichnungen auf Rot.
Bei MagentaTV äußerte sich der frühere Referee Patrick Ittrich kritisch und bemängelte, dass die Leistung des Spielleiters die Partie nun in den Schatten stelle: „Jetzt reden alle über den Schiedsrichter und das nach einem WM-Eröffnungsspiel. Das bleibt hängen, das ist schade.“ Zustimmung erhielt er von seinem Fachkollegen Thorsten Kinhöfer im ZDF, der zusätzlich das Verhalten des mexikanischen Akteurs als Faktor benannte. „In Realgeschwindigkeit und ohne die Schauspielerei des Gegners wäre es keine Rote Karte gewesen, auch wenn man es regeltechnisch vertreten kann“, so Kinhöfer. (dpa/red)
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