Brasilien kommt zum WM-Start nicht über ein Remis hinaus. Schottland feiert einen historischen Sieg, Neuer kehrt zurück.
Die WM-Nacht im TickerNeuer-Comeback, Schottland feiert und Brasilien wackelt

Kein Sieg zum Auftakt für den Rekordweltmeister.
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Köln – Brasilien startet mit einer Punkteteilung in die WM, während Manuel Neuers Comeback im deutschen Tor bevorsteht. Die weiteren wichtigen Ereignisse der Nacht im Überblick.
Zum Beginn der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko konnte Rekordchampion Brasilien eine Niederlage gerade noch verhindern. Die „Seleção“ erreichte gegen den als stärksten Kontrahenten in der Gruppe C eingeschätzten Gegner Marokko lediglich ein 1:1. Den Führungstreffer des WM-Vierten von 2022, Ismael Saibari (21), glich Vinícius Júnior (32) für die Mannschaft von Coach Carlo Ancelotti aus. Daraufhin kommentierte die brasilianische Publikation „O Globo“: „Das Unentschieden beim Auftaktspiel verstärkt die Zweifel an der Nationalmannschaft von vor der WM.“
Die Rückkehr von Manuel Neuer in das Tor der deutschen Nationalelf ist derweil beschlossen. Der Einsatz des 40-jährigen Keepers vom FC Bayern München wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die Auftaktpartie am Freitag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Houston gegen Curaçao angekündigt. Neuer bestritt sein 124. und bisher letztes Länderspiel am 5. Juli 2024 bei der Niederlage im Viertelfinale der Heim-EM gegen Spanien.
Anerkennung für Nagelsmann von Trainer-Kollege Advocaat
Nagelsmann äußerte sich zwar zurückhaltend zu einem Kommentar von Jürgen Klopp bezüglich seiner Zukunft als Bundestrainer nach dem Turnier, bekam jedoch Anerkennung vom gegnerischen Coach. Der 40 Jahre ältere Dick Advocaat würdigte den deutschen Übungsleiter als „jung, berühmt“ sowie als „exzellenten Trainer“. Laut Advocaat müsse jemand, der in so jungen Jahren Nationaltrainer von Deutschland wird, über besondere Fähigkeiten verfügen.
Ein bemerkenswertes Ergebnis gelang dem früheren WM-Ausrichter Katar. Nachdem es bei der Heim-Weltmeisterschaft 2022 für keinen Punktgewinn gereicht hatte, trennte sich das Team in San Francisco 1:1 von der Schweiz. Ein Eigentor von Miro Muheim in der Nachspielzeit egalisierte die vorherige Schweizer Führung durch einen von Breel Embolo (17.) verwandelten Strafstoß. Stürmer Akram Afif äußerte: „Wir sind sehr stolz auf uns“.
Schottlands erster WM-Erfolg nach 36 Jahren
Auch Schottland hatte Anlass zur Freude. Die „Bravehearts“ konnten, unterstützt von Tausenden Anhängern, einen 1:0-Erfolg über Haiti und somit ihren ersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft seit 1990 verbuchen. John McGinn (28.) schoss in der 28. Minute den entscheidenden Treffer. Aufgrund der Punkteteilung zwischen Brasilien und Marokko setzen sich die Schotten an die Spitze der Gruppe C und können auf ein erstmaliges Weiterkommen in die K.o.-Phase hoffen.
Unabhängig von den WM-Ereignissen schaffte Ralf Rangnick (67) Klarheit bezüglich seiner Zukunft. Rangnick und der ÖFB teilten mit, dass er weiterhin als Trainer der Nationalmannschaft Österreichs tätig sein wird. Ein möglicher Wechsel zum AC Mailand ist somit ausgeschlossen. Sein Kontrakt verlängert sich automatisch, sollte die Qualifikation für die Europameisterschaft 2028 in Großbritannien und Irland gelingen. Rangnick erklärte dazu: „Ich habe von Anfang an gesagt, dass für mich die Geschichte Vertragsverlängerung eine Grundsatzentscheidung ist“. (dpa/red)
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